Fußball-Landesklasse

Schweinas Matchwinner fliegt vom Platz

Die Lage für die Fußballer der SG Gospenroda wird immer prekärer. Gegen Glücksbrunn Schweina unterlag der Landesklassen-Tabellenletzte auf eigenem Platz mit 2:3.

Matchwinner: Mohammed Sheikh Dawood  (Mitte) besiegelte mit seinem Doppelschlag Mitte der zweiten Hälfte Gospenrodas  zehnte Saisonniederlage.  

Matchwinner: Mohammed Sheikh Dawood (Mitte) besiegelte mit seinem Doppelschlag Mitte der zweiten Hälfte Gospenrodas zehnte Saisonniederlage.  

Foto: Mike El Antaki

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Gospenrodas neuer Trainer Carsten Ruppel muss weiter auf das erste Erfolgserlebnis mit der Spielgemeinschaft warten. Auch im vierten Spiel seit seinem Amtsantritt bot seine Mannschaft zwar eine engagierte Leistung, verlor jedoch das Heimspiel gegen Glücksbrunn Schweina mit 2:3 (1:1). Die Lage für den Tabellenletzten der Landesklasse Staffel 3 wird damit immer prekärer, auch weil am 13. Spieltag die Abstiegs-Mitkonkurrenten Waltershausen und Bad Salzungen zeitgleich Siege feierten.

Im Wartburgkreisderby, bei dem es für die Gastgeber ein Wiedersehen mit Aufstiegstrainer Olaf Gabriel gab, trat das Schlusslicht nicht wie ein solches auf. „Wir haben derzeit einfach auch viel Pech“, haderte später Coach Ruppel mit ausgelassenen Chancen und erneuten Verletzungen. Diesmal mussten Scheuch und Zarschler mit Blessuren vom Feld.

Schweina startete besser in die Partie. Zunächst konnte Gospenrodas Keeper Kaps noch gegen Arnold klären (7.), doch wenig später ging es für die SG-Abwehr zu schnell. G. Schmidt brachte den Ball nach innen, wo Roth aus Nahdistanz leichtes Spiel hatte und völlig freistehend zum 0:1 einschoss (11.). Der Gastgeber antwortete aber postwendend. Hohmanns Steilpass durch die hochstehende Schweinaer Abwehr erlief sich Pfaff vor dem herausgestürzten Gästekeeper Pfestorf und schob die Kugel zum 1:1 ins leere Tor. In einer ähnlichen Situation, als Pfestorf erneut den „Libero“ mimen musste, hatte Lorenz die Führung auf dem Fuß, zögerte jedoch zu lange und traf nur das Außennetz (38.). Wenig später verfehlte Hohmann per Schrägschuss knapp das Ziel. Auch wenn Schweina insgesamt mehr Ballbesitz hatte, den 1:1-Pausenstand hatten sich die Grün-Weißen redlich verdient.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild. Schweina bot jetzt hinten weniger Lücken, riss das Spiel an sich und forcierte den Druck. Ein Freistoß von Sheikh Dawood (60.) aus etwa 30 Metern schlug genau neben dem linken Pfosten ein – Kaps hatte zwar noch die Finger dran, konnte den erneuten Rückstand aber nicht verhindern. Nun bekam der Gast Oberwasser. Bei Dommels Freistoß rettete noch das Aluminium, ehe Sheikh Dawood erneut seine klasse Schusstechnik demonstrierte. Er ließ den Ball abtropfen und zog volley aus etwa 25 Metern unhaltbar zum 1:3 ab. Mit diesem Doppelschlag avancierte der Syrer zum Matchwinner, musste sich später aber auch kritische Worte von Coach Gabriel anhören. Schließlich holte er sich fünf Minuten vor Schluss noch eine unnötige Gelb-Rote Karte ab. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste bereits deutlicher führen können, da Roth (69.) und der eingewechselte Fischer (83.) Großchancen vergaben. Gospenroda gab nie auf und kam auch noch zum Anschluss (90. Lorenz), doch Sekunden später pfiff der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter Thomas Fischer ab.

SG SV Grün-Weiß Gospenroda: Kaps, Stark, Eichholz, Scheuch (32. Rothe), Köhl, Zarschler (46. Vockenberg), Kümmel, Mirtschink, Lorenz, Kilian Pfaff, Hohmann, SR: Thomas Fischer, Z: 130, Tore: 0:1 Roth (9.), 1:1 Kilian Pfaff (12.), 1:2 Sheikh Dawood (60.), 1:3 Sheikh Dawood (65.), 2:3 Patrick Lorenz (90.), Gelb-Rot: Sheikh Dawood (85./SG Glücksbrunn Schweina).

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