"Lassen uns nicht runterziehen": Science City Jena verliert gegen Chemnitz

Jena.  Science City Jena verliert in der 2. Basketball-Bundesliga ProA nach einem schwachen letzten Viertel gegen Tabellenführer Chemnitz.

Zug zum Korb: Jenas Dontay Caruthers (rechts) tankt sich durch die Chemnitzer Abwehr.

Zug zum Korb: Jenas Dontay Caruthers (rechts) tankt sich durch die Chemnitzer Abwehr.

Foto: Peter Poser

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Science City Jena hat am Freitagabend das Spitzenspiel der 2. Basketball-Bundesliga gegen die Niners Chemnitz verloren. Trotz starker erster Halbzeit unterlagen die Saalestädter wegen eines schlechten Schlussviertels im Derby am Ende deutlich mit 68:97.

Im Vorfeld hatte Jenas Trainer Frank Menz die Favoritenrolle klar den Gästen zugesprochen. Kein Wunder, immerhin sind die Sachsen souveräner Tabellenführer und hatten in dieser Saison erst eines ihrer 17 Ligaspiele verloren. Auch das Hinspiel gegen den Dritten gewannen die Niners Anfang Dezember mit 90:78. Für Menz ist Chemnitz deshalb in „einer ansonsten ausgeglichenen Liga die Übermannschaft der Saison“. Und ein Vorbild für den Bundesliga-Absteiger von der Saale. „Sie haben in den vergangenen Jahren ihre deutschen Spieler weiterentwickelt.“

Vorbildlich war aber auch der Einsatz der Hausherren im ersten Viertel, das sie, obwohl Aufbauspieler Brad Loesing zunächst verletzungsbedingt auf der Bank bleiben musste, mit 26:20 für sich entschieden. Im dritten Spiel steuerte auch Zugang Dontay Caruthers seine ersten Punkte im SCJ-Trikot bei, auch wenn seine Partie erneut von Licht und Schatten geprägt war. Die Chemnitzer blieben, selbst als Jena beim 23:13 mit zehn Punkten führte, aber immer dran.

Es war ein stetes Auf und Ab in der ausverkauften Sparkassen-Arena vor 3125 Zuschauern. Im zweiten Viertel führten die Gastgeber beim 35:23 durch Dennis Nawrockis Dreier wieder zweistellig. Schnell hatten die Sachsen erneut verkürzt (37:32). Und die seit 14 Spielen ungeschlagenen Niners fanden jetzt immer besser in die Begegnung, während Jena in der Offensive nachließ. Glücklicherweise für die Thüringer landete ein wilder Dreier von Matt Vest über Ring und Brett im Korb, womit Jena beim 42:41-Pausenstand einen knappen Vorsprung in die Kabine rettete.

Der hatte nicht lange Bestand. Beim 44:45 aus Jenaer Sicht übernahm Chemnitz im dritten Viertel erstmals in dieser Partie die Führung. Als die Niners in der Folge zu enteilen schienen, brachte Menz Loesing, der seinen Farben neue Energie einhauchte und maßgeblichen Anteil daran hatte, dass Science City in die finalen zehn Minuten nur mit einem Rückstand von zwei Punkten ging (57:59).

Dort riss dann allerdings der Jenaer Spielfaden und die Niners wurden ihrer Favoritenrolle endgültig gerecht. Mit 67:57 aus ihrer Sicht führten sie schnell zweistellig, gewannen das letzte Viertel sogar mit 38:11. Der zweiten Derbysieg in dieser Saison war perfekt.

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