SG erlebt gebrauchten Tag

Eisenach  Volleyball-Thüringenliga: Ohne Topspieler Aßmann kassiert Eisenach/Herleshausen zwei Heimniederlagen

Mit einigen gelungenen Angriffsschlägen durch Römhilds Block zählte Markus Dach im ersten Match noch zu den Eisenacher Lichtblicken. Dennoch reichte es für die SG am Samstag nur zu einem Punkt. Fotos: Mike El Antaki

Mit einigen gelungenen Angriffsschlägen durch Römhilds Block zählte Markus Dach im ersten Match noch zu den Eisenacher Lichtblicken. Dennoch reichte es für die SG am Samstag nur zu einem Punkt. Fotos: Mike El Antaki

Foto: Mike El Antaki

Ohne Johannes Aßmann ist die Volleyballtruppe der SG Eisenach-Herleshausen nur die Hälfte wert: Diese Erkenntnis ist nicht neu, wurde jedoch zum Leidwesen der Spielgemeinschaft beim Heimauftritt am Samstag wieder einmal bestätigt. „Es ist nun einmal so, ihn können wir einfach nicht ersetzen. Allein schon seine Anwesenheit bringt Ruhe und Sicherheit ins Team“, gestand Routinier Ingo Böhme nach dem gebrauchten Tag beim Heimauftritt. Den großen Worten – vom Befreiungsschlag und lösbaren Aufgaben war im Vorfeld die Rede – konnte die SG keine Taten folgen lassen. Am Ende stand lediglich ein mageres Pünktchen aus der eher peinlichen 2:3-Niederlage gegen Schlusslicht TSV 1860 Römhild zu Buche. Davon total verunsichert, ging anschließend nichts mehr und Eisenach überließ dem SVV Weimar beim 0:3 die Zähler ohne große Gegenwehr.

Dabei ging es in der Werner-Aßmann-Halle für den Gastgeber optimal los. Der locker erspielte 25:17-Satzgewinn ließ vermuten, dass die Südthüringer der erhoffte Aufbaugegner sein würden. Denkste! Schon im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild auf der Platte gewaltig, denn Römhilds Zuspieler agierte nun variabler, während sich bei der SG die Fehler häuften. Bezeichnend, dass der Abschnitt mit einem von Richard Horlbeck ins Netz gehauenen Aufschlag zum 20:25 endete. Auch im dritten Abschnitt (22:25) machte sich die SG mit zahlreichen Patzern in Annahme und Aufschlag das Leben selbst schwer. Hinzu kamen fehlende Körpersprache und erstaunlich viele Missverständnisse, weshalb ein Zuschauer fragte: „Spielen die das erste mal zusammen?“ Hoffnung keimte im vierten Satz, als Tobias Schucht mit einem knallharten Schmetterball zum 4:7 Mitspieler und Tribüne aus der Lethargie holte und die SG bis zum 25:13 ihr Potenzial andeutete. Es ging also in den Tie-Break. Römhild, bis Samstag erst mit einem Saisonsieg, witterte seine Chance, lag ständig vorn und zog der hessisch-thüringischen SG mit druckvollen Aufschlägen bis zum 14:7 den Zahn. Das ließen sich die TSV-Männer natürlich nicht mehr nehmen.

Mit angeknackstem Selbstvertrauen schafften es die Gastgeber anschließend nicht, im Spiel gegen den SVV Weimar den Schalter umzulegen. Noch vor etwas weniger als einem Jahr hatte man gegen diesen Kontrahenten zum Saisonende 3:1 gewonnen und den Thüringenliga-Staffelsieg perfekt gemacht. Am Samstag war der Meister nur ein Schatten seiner selbst. Satz eins ging mit 25:15, Durchgang zwei ähnlich schnell mit 25:16 an die Gäste. Erst im dritten Satz bäumten sich die Hausherren auf, aber Weimar blieb nervenstark und sicherte sich drei im Schnelldurchgang erspielte Auswärtspunkte.

Viel Zeit zum Wundenlecken bleibt der SG Eisenach/Herleshausen nicht. Schon am kommenden Samstag (2. März) stehen zwei weitere Heimspiele an. Wenn gegen Spitzenreiter TU Ilmenau und den Nordhäuser VC Zählbares in der Wartburgstadt bleiben soll, muss eine deutliche Steigerung her. Viel wird aber auch davon abhängen, ob Johannes Aßmann wieder mit von der Partie ist.

Ergebnisse: Eisenach/Herleshausen – TSV 1860 Römhild 2:3 (25:17, 20:25, 22:25, 25:13, 10:15), Eisenach/Herleshausen – SVV Weimar 0:3 (15:25, 16:25, 21:25).SG: Schucht, Neitzel, Dach, Renkwitz, Schlöffel, Horlbeck, Jakuscheit, Hofmann, Böhme.