Stadtliga-Volleyballer hoffen auf sportliches Saisonende

Rudolstadt.  Schon 27 Serien hat die Stadtliga Rudolstadt absolviert. Doch die Volleyballer organisieren den Spielbetrieb selbst, außerhalb des Dachverbandes.

Zuletzt zweimal Meister in der Stadtliga: der SV Siemens Rudolstadt.

Zuletzt zweimal Meister in der Stadtliga: der SV Siemens Rudolstadt.

Foto: Peter Scholz

„Abwarten und Tee trinken“ – so die Maxime der Volleyballer in der Rudolstädter Stadtliga. Denn die Freizeitsportler aus sieben Vereinen, die in der privat organisierten Liga ihrem Hobby frönen, müssen ebenso wie ihre Kollegen im Deutschen und Thüringer Volleyball-Verband seit Mitte März auf das Spielen verzichten.

„Allerdings haben wir die Saison noch nicht abgebrochen, sondern erstmal nur unterbrochen“, betont Stadtliga-Organisator Bert Kempfert.

Den Volleyballern, in deren Liga Teams aus dem Landkreis Saalfeld/Rudolstadt und dem Saale-Orla-Kreis aktiv sind, fehlten beim abrupten Ende der Saison Mitte März noch zwei Spieltage bis zum ordnungsgemäßen Ende der Spielzeit. „Ich werde jetzt erst einmal abwarten, ob und wie wir im Herbst wieder in die Hallen dürfen“, sagt Kempfert.

Geht die Saison 2020/21 wieder ganz normal los, werden die fehlenden Spiele dieser Spielzeit ersatzlos gestrichen. Verschiebt sich die Möglichkeit, wieder in die Hallen zu können, auf den Spätherbst oder sogar in das nächste Jahr, wird die Saison 2019/20 beendet.

„Dann wird es einfach keine Spielzeit 2020/21 geben“, sagt der Stadtliga-Organisator. Eine Entscheidung darüber will Bert Kempfert allerdings nicht allein treffen: „Ich werde mit allen Teams sprechen, ihnen einen Vorschlag unterbreiten.“

Es ist der Vorteil einer privat organisierten Liga, dass man nicht den Entscheidungen des Volleyball-Verbandes ausgeliefert ist: „Die unterbrochene Saison ist bereits die 27.“, rechnet Bert Kempfert vor. Mehrfach wollte der Thüringer Verband die Liga-Vertreter umstimmen, sie unter das Dach des TVV locken. Aber die wollten nicht: „Wir haben kein Interesse an Spielerpässen, wollen unsere Spiele nicht an Wochenenden durchführen“, nennt Bert Kempfert zwei Argumente, warum man sich seit vielen Jahren gegen diese Avancen wehrt.

Die langjährige Tradition der Liga spricht für diese Entscheidung. Und auch wenn gegenwärtig der Kontakt zu den anderen Teams mehr oder wenige abgerissen ist, geht der Volleyballer davon aus, dass auch nach der Corona-Pause alle Mannschaften an Bord bleiben. Doch gegenwärtig heißt es einfach nur „Abwarten und Tee trinken“. Und - wenn es dann erlaubt ist - auf den Beach-Volleyballplatz ausweichen.