Startgeld wird für 2021 gutgeschrieben

Kahla.  Leichtathletik: Lösung für die bereits eingezahlte Startgebühren bei Porzelliner Lauf

Uwe Schöneck (links) und der Gesamtleiter Gert Wunderlich des Porzelliner Laufes in Kahla.

Uwe Schöneck (links) und der Gesamtleiter Gert Wunderlich des Porzelliner Laufes in Kahla.

Foto: Jens Henning

Die Verantwortlichen des Porzelliner Laufes, der Ende Oktober wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, haben eine Lösung gefunden für die bereits eingezahlten Startgebühren. 140 Läufer wollten über die 13 Kilometer lange Hauptstrecke mit Start und Ziel auf dem Sportplatz in Kahla dabei sein. Alle 140 Läufer hatten bis vier Tage vor der Veranstaltung ihre Gebühren auf ein separates Konto überwiesen.

„Wir werden jedem Starter für den nächsten Lauf 2021 acht Euro bei der Startgebühr gutschreiben.“ Das war das Statement, das den Läufern per Mail in den vergangenen Tagen mitgeteilt wurde. „Es gab mehrere Varianten. Wir hätten das Geld behalten können. Das haben andere Veranstalter auch so praktiziert. Das wollten wir aber nicht. Dann wäre eine Option gewesen, den Sportlern das Startgeld zurück zu zahlen“, sagte Uwe Schöneck vom Vorbereitungs-Gremium des Laufes.

Nach Abzug der bereits vor dem Lauf angefallenen Kosten wären von den zwölf Euro, die man in diesem Jahr als Startgeld entrichten musste, am Ende für jeden Läufer ungefähr 7,95 Euro übrig geblieben. „Diese knapp acht Euro hätten wir jedem Sportfreund zurück überweisen können. Der Aufwand wäre aber einfach zu hoch gewesen. Man darf nicht vergessen: Der harte Kern der Helfer macht diese Arbeit ehrenamtlich. Von uns bekommt niemand Geld. Im Gegenteil. Wir zahlen sogar bestimmte Dinge aus der eigenen Tasche. Deshalb haben wir uns für die andere Variante entschieden, für das Anrechnen auf die Gebühr für das nächste Jahr.“

Dass die Startgebühr in diesem Jahr beim Porzelliner Lauf überhaupt so hoch war, lag an den zusätzlichen Anforderungen in Sachen Desinfektion. „Normalerweise sind zehn Euro Startgeld normal bei unserer Veranstaltung. Die Hygiene-Vorschriften durch Corona verlangten aber diesmal ein höheres Startgeld“, sagte Schöneck.

Richtige Entscheidung

Den Porzelliner Lauf zwei Tage vor dem Sporttag abzusagen, war die richtige Entscheidung. „Zum einen stieg die Inzidenzzahl auch im Saale-Holzland-Kreis damals deutlich an. Zum anderen waren zwei Personen aus dem engsten Kreis der Helfer von dem Corona-Virus direkt oder indirekt betroffen“, sagte Schöneck.

Verbale Unterstützung erhielten die Lauf-Veranstalter von Kahlas Bürgermeister Jan Schönfeld. Er hatte sich aus seinem Urlaub gemeldet und sich bei den Organisatoren bedankt und die getroffene Entscheidung, den lauf unter diesen Bedingungen abzusagen, begrüßt.

Die ersten Rückmeldungen von den Läufern waren positiv. „Es gab auch einige Leute, die meinten, wir sollten das gesamte Startgeld spenden. Das wäre sicher auch eine Überlegung Wert gewesen.“