Suhls Volleyballerinnen feiern 15. Derbysieg

Steffen Eß
| Lesedauer: 2 Minuten
Suhls Außenangreiferin Annick Meijers (rechts) schlägt über Erfurts Block mit Jazmine White (links) und Antonia Stautz hinweg.

Suhls Außenangreiferin Annick Meijers (rechts) schlägt über Erfurts Block mit Jazmine White (links) und Antonia Stautz hinweg.

Foto: Sascha Fromm

Erfurt.  Im 16. Aufeinandertreffen der Thüringer Volleyball-Erstligisten unterstreichen die Südthüringerinnen mit einem 3:0 bei Schwarz-Weiß Erfurt ihre Vormachtstellung.

Die Damen des VfB Suhl haben ihre Vormachtstellung im Thüringer Volleyball untermauert. Mit einem 3:0 (18, 13, 21) gelang ihnen am Samstag im 16. direkten Duell der gemeinsamen Erstliga-Zugehörigkeit der 15. Sieg. Vor 756 Zuschauern in der Erfurter Riethsporthalle konnten die Erfurterinnen den Schwung durch einen vielversprechenden Start nicht nutzen. Im vollen Risiko, vielleicht noch einen zweiten von drei Suhler Matchbällen abwehren zu können, beendete eine zu weite Sprungaufgabe von Rica Maase ein zunehmend einseitiges Derby. Eines, das neben Kayla Haneline als wertvollste Spielerin auch ihre US-amerikanischen Mitspielerinnen Roxanne Wiblin und Danielle Harbin prägten.

Die personellen Vorzeichen standen wenig erbaulich für die Erfurterinnen. Neben der krankheitsbedingt fehlenden Mittelblockerin Elizabeth Sandbothe fiel Libera Michelle Petter infolge einer Rippenprellung aus. Gerade die 24-Jährige kennt den Kontrahenten aus Südthüringen. Vor sechs Jahren war sie nach Suhl gekommen und spielte dort zwei Saisons. Paula Reinisch übernahm ihren Part.

Vorteil nicht genutzt, Suhl zieht weg

Mit ihrem Team schien die Ur-Erfurterin auf dem Weg, die favorisierten Wölfinnen ärgern zu können. Bis Mitte des ersten Durchgangs boten sie einen offenen Kampf, ehe die Suhlerinnen mit dem 18:16 den entscheidenden Punkt durch Wiblin setzen konnten. Bitter für die Gastgeberinnen, die bei diesem langem Ballwechsel einen „Dankeball“ leichtfertig ungenutzt ließen und trotz danach großer Rettungstat von Antonia Stautz den Kürzeren zogen.

Müßig zu spekulieren, ob ein 17:17 die Partie weiter spannend gehalten hätte. In der Folge aber schien den Erfurtern der Mut abhanden zu kommen. Suhl profitierte wie bei den beiden technischen Fehlern zum Satzball und -gewinn darüber hinaus von Unkonzentriertheiten der Schwarz-Weißen – und diktierte zunehmend die Partie. Mittelblockerin Kayla Haneline fand ein ums andere Mal die Lücke. Auch durch Außenangreiferin Wiblin und natürlich Hauptangreiferin Danielle Harbin kam der Vorjahressechste immer wieder zu klaren Punkten. Die Diagonalspielerin band humorlos den Sack im zweiten Abschnitt zum 25:13 zu.

Quentchen Glück zudem aufseiten der Gäste

Die Frage lautete: Können die Erfurterinnen den Schalter nach dem enttäuschenden zweiten Satz noch einmal umlegen?

Sie steigerten sich, kämpften sich immer wieder zurück und blieben so dran. Die Konstanz und das Glück, das sie gebraucht hätten, um den Gast noch einmal verunsichern zu können, fehlte ihnen indes. Neben einem Mehr an Qualität besaßen das vielmehr ebenfalls die Gäste, als Wiblin in der Not nach einem missratenen Zuspiel per Netzroller das vorentscheidende 22:20 gelang.