ThSV Eisenach vor erster Reifeprüfung

Eisenach.  Der Thüringer Handball-Zweitligist empfängt im ersten Heimspiel der Saison mit TuS Nettelstedt-Lübbecke einen Aufstiegsaspiranten.

Eisenachs neuer Trainer Markus Krauthoff-Murfuni: Dirigiert er sein Team zu den nächsten zwei Punkten?

Eisenachs neuer Trainer Markus Krauthoff-Murfuni: Dirigiert er sein Team zu den nächsten zwei Punkten?

Foto: SPORTFOTOSEISENACH

Einen Auftakt nach Maß erwischte der ThSV Eisenach mit einem 36:26-Erfolg beim TuS Fürstenfeldbruck, der ihn nach dem ersten Spieltag sogar an die Tabellenspitze der 2. Handball-Bundesliga führte. Zum Heimauftakt empfangen die Wartburgstädter am Samstag mit dem TuS Nettelstedt-Lübbecke einen heißen Aufstiegsanwärter (Anwurf: 19.30 Uhr). „Wir freuen uns auf das erste Heimspiel. Wir freuen uns ebenso, dass wir die Partie vor Zuschauern bestreiten können“, erklärt ThSV-Manager René Witte. Das Gesundheitsamt gab grünes Licht für 700 Zuschauer.

„Die Tabellenführung nach dem ersten Spieltag ist eine schöne Momentaufnahme, die wir mit sehr viel Demut und Bescheidenheit betrachten müssen. Der Sieg war möglich, weil die Mannschaft 80 bis 90 Prozent der Vorgaben umgesetzt hat. Mit Nettelstedt kommt ein Kontrahent ganz anderen Kalibers“, betont Markus Krauthoff-Murfuni vor seinem ersten Heimpunktspiel als Eisenacher Cheftrainer. „Vergangene Woche waren wir der Favorit. Diesen Samstag ist das Gegenteil der Fall. Wir sind der Außenseiter“, fügt Krauthoff-Murfuni hinzu. Er wird vermutlich das Aufgebot vom vorwöchentlichen Trip nach Bayern aufbieten. Justin Mürköster (Knieverletzung) sei zwar wieder ins Training eingestiegen, doch für ihn und auch dem verletzten Adrian Wöhler komme ein Einsatz am Samstag zu früh, lässt der Eisenacher Coach wissen. Erstmals zu einem Heimpunktspiel laufen die Neuzugänge Thomas Eichberger (Torwart), Daniel Dicker (Rückraum) und Kristian Beciri (Kreis) auf. „Der Samstag wird zeigen, inwieweit wir mit einem Topteam der Liga mithalten können“, blickt René Witte auf den Heimstart.

Die Ostwestfalen machen keinen Hehl aus ihren Ambitionen. „Wir haben den Anspruch ganz oben mitzuspielen. Ob wir diesen Wunsch auch erfüllen können, wird der Ligaalltag zeigen“, erklärt Emir Kurtagic, der Coach des TuS Nettelstedt-Lübbecke. Um dieses Vorhaben umzusetzen, stand im Sommer ein personeller Umbruch an. Sieben Spieler verließen den Verein, neun externe Zugänge stießen in den Kader.