Gold und Silber für Thüringen bei Rennrodel-WM

Sotschi.  Toni Eggert und Sascha Benecken sind wieder Weltmeister im Doppelsitzer. Julia Taubitz gewinnt wie im Vorjahr Silber.

Blumenzeremonie nach dem Damenrennen: (von links) Vize-Weltmeisterin Julia Taubitz, Weltmeisterin Ekaterina Katnikova, Viktoria Demchenko (beide Russland).

Blumenzeremonie nach dem Damenrennen: (von links) Vize-Weltmeisterin Julia Taubitz, Weltmeisterin Ekaterina Katnikova, Viktoria Demchenko (beide Russland).

Foto: Axel Eger

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Toni Eggert und Sascha Benecken haben bei den 49. Rennrodel-Weltmeisterschaften in Sotschi Gold gewonnen. Die bärenstarken Thüringer Doppelsitzer fuhren am Sonnabend im olympischen Eiskanal von 2014 in einer eigenen Liga und verteidigten ihren Titel überlegen vor den Russen Aleksandr Denisev/Vladislav Antonov, die am Freitag zum WM-Auftakt das Sprintrennen gewonnen hatten.

Das zweite deutsche Doppel Tobias Wendl/Tobias Arlt fuhr auf Platz drei.Der Jubel der deutschen Mannschaft kannte keine Grenzen, als Eggert/Benecken ins Ziel gefahren waren und zum dritten Mal hintereinander nach 2017 und 2019 das oberste WM-Treppchen erklommen hatten. Bundestrainer Norbert Loch, ihr Oberhofer Heimtrainer Jan Eichhorn, Wendl/Arlt und zahlreiche Betreuer begruben den Goldschlitten förmlich unter sich.

Pilot Toni Eggert sagte: „Es war super befreiend, dass wir gleich im ersten Lauf eine gute Zeit vorgelegt haben.“ „Das war wunderbar“, strahlte auch Sascha Benecken, „der Druck nach unserem gestrigen fehlerhaften Lauf war schon ziemlich groß gewesen.“ Im Sprint am Freitag hatten die beiden Suhler Bronze um eine Tausendstelsekunde verpasst.

Im Finaldurchgang genügte den beiden die viertbeste Zeit. Ein kleiner Fehler in der letzten Kurve hatte für eine Schrecksekunde und einen Aufschrei bei den Fans gesorgt, doch der Vorsprung des Gold-Doppels geriet nicht mehr in Gefahr.

Silber für Taubitz

Überglücklich war auch Julia Taubitz. Die 23-Jährige vom WSC Oberwiesenthal, die seit anderthalb Jahren in Oberhof trainiert, holte hinter der Russin Ekaterina Katnikova wie im vergangenen Jahr Silber. Nach dem ersten Lauf lag sie noch auf Platz vier – diesen Rang hatte sie tags zuvor schon im Sprint belegt. „Da habe ich mir am Start gesagt: noch einmal Vierte wirst du nicht. Entweder ich fahre nach vorne oder ich fahre zurück.“ Ihr Risiko hat sich gelohnt. Die 23-Jährige fuhr Bestzeit im zweiten Durchgang und belohnte sich mit der erhofften Medaille. Top-Favoritin Tatjana Iwanowa (Russland) war nach einem Fahrfehler im ersten Lauf weit zurückgefallen (13.), kämpfte sich mit Bahnrekord im zweiten Lauf aber noch auf Platz fünf vor. Die Berchtesgadenerin Anna Berreiter gewann als Sechste den WM-Titel in der U23-Wertung.

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