Thuringia Bulls: Meister trifft Lehrmeister

Elxleben.  Rollstuhl-Basketball: Thuringia Bulls wollen am Samstag beim Zweiten Rahden ihre weiße Weste wahren.

Wertvolle Tipps: Aliaksandr Halouski (Mitte) gibt taktische Anweisungen, die Mitspieler lauschen gespannt.

Wertvolle Tipps: Aliaksandr Halouski (Mitte) gibt taktische Anweisungen, die Mitspieler lauschen gespannt.

Foto: Sascha Fromm

Ein Wiedersehen mit vielen schönen Erinnerungen hat Michael Engel, Trainer des Rollstuhl-Basketball-Bundesligisten Thuringia Bulls, vor Augen. Wenn sein Team am Samstag bei den Baskets 96 Rahden antritt (18 Uhr), trifft Meister-Coach Engel auf seinen Lehrmeister Josef Jaglowski.

Der Tabellenführer aus Elxleben gegen den ungeschlagenen Zweiten wäre unter normalen Umständen am sechsten Spieltag ein Spitzenduell. In Corona-Zeiten ist das sicher nicht sehr aussagekräftig, haben beide Teams gerade drei und zwei Spiele gespielt. Beide Teams – bisher ohne Niederlage – wollen natürlich ungeschlagen aus dem Spieltag gehen. Am Ende wird ein Team seine weiße Weste verlieren und der andere die Tabelle ungeschlagen anführen.

In Rahden mussten die Jaglowski-Schützlinge am letzten Wochenende eine Corona-Pause einlegen. Die Engelhaften haben in den letzten Wochen hart gearbeitet und konnten ihre drei absolvierten Heimspiele deutlich gewinnen. Dennoch ist Vorsicht geboten, konnte Rahden doch zuvor zwei schwere Auswärtsspiele in Wiesbaden und Hannover gewinnen und hofft gegen die Thüringer auf den Heimvorteil.

Das holländisch geprägte Team lebt von seiner Dynamik und hat mit dem ehemaligen Bullen-Coach Jaglowski einen alten Bekannten an der Seitenlinie, welcher die Bullen bestens kennt. Trotzdem soll die samstägliche Reise in den hohen Norden von Nordrhein-Westfalen zu einem Erfolgserlebnis für die Bullen werden.

Während alle Beteiligten von einer Austragung der Partie ausgehen, wird sichtbar, dass der Ligaspielbetrieb immer mehr aus den Fugen gerät. Von 25 Spielen wurden bisher nur zehn absolviert. Eine Besserung ist nicht zu erwarten und eine klare Linie in Sachen Ligaspielbetrieb ist nicht in Sicht, da drei Teams weiter nicht am Spielbetrieb teilnehmen. Ein gerechter Wettbewerb ist längst nicht mehr gegeben, was den immensen Aufwand für jedes Team, welches am Spielbetrieb teilnimmt, in Frage stellt.