Trainer Egbert Husstedt: Ich spüre noch viel Energie in mir

Hohengandern.  Interview der Woche: Seit Jahren genießt Egbert Husstedt aus Hohengandern als Trainer in der Leichtathletik einen ausgezeichneten Ruf.

Landrat Werner Henning (rechts) zeichnet Egbert Husstedt (SV Kraftverkehr Heiligenstadt/Leichtathletik) als einen der Eichsfelder Trainer des Jahres 2019 aus

Landrat Werner Henning (rechts) zeichnet Egbert Husstedt (SV Kraftverkehr Heiligenstadt/Leichtathletik) als einen der Eichsfelder Trainer des Jahres 2019 aus

Foto: UWE PETZL

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Seit Jahren genießt Egbert Husstedt aus Hohengandern als Trainer in der Leichtathletik einen ausgezeichneten Ruf in der Branche in Thüringen, aber auch in den angrenzenden Bundesländern. Mit dem 67-Jährigen von Kraftverkehr Heiligenstadt sprachen wir über seine lange Zeit als Übungsleiter, seine Erfolge mit dem Leichtathletik-Nachwuchs und seine weitere Zukunft als Trainer und Abteilungsleiter.

Waren Sie selbst früher ein aktiver Leichtathlet?

Ich selbst war kein intensiver Leichtathlet, hobbymäßig bin ich während meiner Schulzeit und später während des Studiums gelaufen, aber im Berufsleben musste ich damit aufhören. Ich habe aber aktiv Volleyball in der Kreisliga für die DJK Arenshausen gespielt.

Wie lange sind Sie schon Trainer in der Leichtathletik?

Ich habe vor 20 Jahren begonnen. Mehr zufällig kam ich zur neu gegründeten Leichtathletik-Sparte bei Kraftverkehr Heiligenstadt mit seinen Volksläufern, zu denen auch mein Sohn Jan gehörte, der zuvor Fußball gespielt hatte. Die damaligen Verantwortlichen um Stefan Gassmann fragten ihn, ober er nicht als Übungsleiter aushelfen könnte. Damit war meine Karriere gestartet, im Jahr 2001 habe ich die C-Lizenz als Trainer absolviert und bin seitdem mit Herzenslust bei der Ausbildung der jungen Leichtathleten im Heiligenstädter Sportverein.

Wie oft trainieren Sie den Nachwuchs wöchentlich in der Kreisstadt?

Ich fahre zweimal in der Woche am Nachmittag zum Training nach Heiligenstadt. Am Dienstag übe ich mit einer Gruppe, die sich im Wesentlichen aus Anfängern zusammensetzt. Am Donnerstag kommen dann die Fortgeschrittenen, die schon an den unterschiedlichen Wettkämpfen teilnehmen.

Haben Sie schon hoffnungsvolle Talente herausgebracht?

Das „Aushängeschild“ ist Eileen Seebon, die das Sportgymnasium besucht und kürzlich über 800 Meter und 1500 Meter in der Erfurter Leichtathletikhalle Landesmeisterin wurde. Die Sportgymnasien in Erfurt und Jena besuchen auch Carolin Adler und Lina Herwig, die schon große Erfolge erzielten. Gutes Potenzial haben momentan Amelie Herche, Amalia und Lourdes Bode sowie Smilla Hildebrandt und Smilla Oesterheld. Sehr gut im Dreisprung ist momentan Alicja Rauh. Prächtig entwickelt bei den Jungen hat sich Salomon Hildebrandt aus Geisleden, der aber genauso gern auch dem runden Leder im Fußball hinterherjagt.

Wie sieht es mit der attraktiven Sportart Leichtathletik im Landkreis aus?

Das sind neben dem SV Kraftverkehr Heiligenstadt lediglich noch der SC Leinefelde mit Jürgen Bänder sowie der SV Einheit Worbis mit Gerd Senitz, die das komplette Programm an Läufen und Sprüngen sowie den technischen Disziplinen anbieten.

Wie geht es in Ihrem Verein mit der Leichtathletik weiter, wenn Sie irgendwann als Trainer und Abteilungsleiter ausscheiden sollten?

Zurzeit trainieren in unserem Verein über 53 Kinder in unterschiedlichen Gruppen am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag. Dabei werde ich von drei ehemaligen Leichtathletinnen unseres Sportvereins als Übungsleiterinnen unterstützt. Auch zwei aktive Leichtathletinnen aus dem eigenen Nachwuchs unterstützen uns in den Trainingseinheiten und nehmen im März 2020 an einem Lehrgang für Übungsleiter teil. Ich blicke daher bei der Ausbildung der Leichtathletik-Jugend optimistisch in die Zukunft, sehe keine Gefahr für deren Ende in Heiligenstadt. Ich persönlich möchte als Trainer und Abteilungsleiter noch ein Jubiläum feiern und die 25 Jahre voll machen. Ich spüre noch viel Energie und Lust in mir. Zudem klappt die Zusammenarbeit mit dem Vorstand des Gesamtvereins um Hermann Roth sehr gut, erfahre ich viel Unterstützung von ihm sowie von den Eltern meiner Schützlinge.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.