Überraschungssieger beim Pfingstturnier in Plaue

Plaue  Der gastgebende TSV war mit der Beteiligung bei der Veranstaltung mehr als zufrieden, außerdem auch mit dem Verlauf der Saison

Uwe Mehlhorn (links, hier im Duell mit Matthias Hartung vom TSV) von der SG Stadtilm kam beim Turnier in Plaue am Ende auf Rang 13. 

Uwe Mehlhorn (links, hier im Duell mit Matthias Hartung vom TSV) von der SG Stadtilm kam beim Turnier in Plaue am Ende auf Rang 13. 

Foto: Berit Richter

56 Teilnehmer – so ein großes Interesse am Pfingstschnellschachturnier des TSV Plaue gab es lange nicht. „Letztes Jahr waren wir zum Beispiel nur 44 Starter“, wusste Lothar Tietze, Abteilungsleiter Schach, zur Eröffnung zu berichten. Aufgrund der großen Nachfrage musste dieses Jahr sogar „angebaut“ werden. „Wir haben kurzfristig mit der Inhaberin vom Reinsfelder Dorf eine Lösung gefunden, dass wir zusätzlich den Frühstücksraum nutzen konnten, dafür natürlich vielen Dank“, so Tietze. Sonst hätte der Verein die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzen müssen. Mehr als 25 Bretter passen einfach nicht ins Spiellokal.

Nicht nur die Masse, auch die Klasse der Teilnehmer erfreute die Gastgeber. 14 Starter hatten eine Turnierwertungszahl von über 2000 aufzuweisen. Sie waren es dann vor allem auch, die nach neun Runden Schweizer System mit je 15 Minuten Bedenkzeit die ersten Plätze unter sich ausmachten. Dass sich mit Christian Böhm von der SG 1871 Löberitz ein neuer Name in die Siegerliste eintrug, kam aber doch etwas überraschend, waren doch sechs ehemalige Sieger, einige von ihnen sogar mehrfach erfolgreich, am Start.

Doch ihrem Besten Timo Greiner (SV Königsee), Sieger 2018 und 2015, blieb mit 6,5 Punkten nur Platz vier. Christian Böhm hatte acht Punkte auf dem Konto, mithin nur eine Partie abgegeben. Eine Niederlage mehr musste der junge Moritz Weishäutel (SV Empor Erfurt), der auch die U20-Wertung gewann, hinnehmen. 6,5 Punkte, aber die besser eingeschätzten Gegner Stefan Wicklein (fb Jena).

Bester Spieler aus dem Ilm-Kreis war Marko Sauer von der SG Arnstadt mit sechs Punkten auf Rang acht, vor dem besten der Gastgeber, Christian Aepfler (6 Pkt.). Ein sicheres Zeichen dafür, wie viel Anklang bei Auswärtigen das Turnier fand. „Wir hatten Starter aus 26 Vereinen, aus ganz Thüringen, aus Hessen und Oberfranken“, so Lothar Tietze erfreut.

Dank zahlreicher Sponsoren konnte jeder mit einem Preis nach Hause gehen. Geehrt wurde auch der beste U14-Spieler. Der Pokal ging hier an Luca Franke vom SV Liebschwitz (5 Pkt.). Manual Röhr (TSV Plaue) als mit elf Jahren jüngster Starter erkämpfte sich immerhin 3,5 Punkte und Platz 46. Ältester Teilnehmer war Rolf Knobling (USV Erfurt) mit 87 Jahren. Mit Platz 42 (4 Pkt.) machte er noch manch Jüngerem etwas vor.

Zufrieden sein konnte der TSV Plaue aber nicht nur mit dem Turnier sondern mit der ganzen Schachsaison. „Unsere erste Mannschaft hat den dritten Platz in der Bezirksliga belegt, unsere beste Platzierung dort. Die Zweite gewann die Kreismeisterschaft und die U16 spielt in der Bezirksliga“, erklärte Lothar Tietze. 23 Mitglieder hat die Abteilung aktuell.

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