Volleyball: Souveräne Schwerinerinnen gewinnen bei Schwarz-Weiß Erfurt 3:0

Erfurt.  Die Erfurter Volleyballerinnen müssen sich dem Bundesliga-Ersten trotz Widerstandes klar geschlagen geben.

Erfurts Winterzugang Barbara Dapic kratzt den Ball vom Boden. Danielle Brisebois, Halli Amaro und Sindy Lenz (von links) müssen zusehen, wie die Schwerinerinnen am Ende die Siegpunkte mit nach Hause nehmen.

Erfurts Winterzugang Barbara Dapic kratzt den Ball vom Boden. Danielle Brisebois, Halli Amaro und Sindy Lenz (von links) müssen zusehen, wie die Schwerinerinnen am Ende die Siegpunkte mit nach Hause nehmen.

Foto: Sascha Fromm

Die stillen Hoffnungen erfüllten sich nicht. Die Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt konnten im ersten Heimspiel des neuen Jahres für keine Überraschung sorgen. Vor knapp 800 Zuschauern in der Erfurter Riethsporthalle mussten sie am Sonnabend dem SSC Palmberg Schwerin beim 0:3 (-19, -21, -22) die Punkte überlassen. Der zwölffache deutsche Meister wahrte baute damit seine Tabellenführung aus. Die Erfurterinnen liegen weiter an vorletzter Stelle.

Durch einen Sieg gegen Münster hätte der VfB Suhl an Schwarz-Weiß Erfurt vorbeiziehen können. Die Südthüringerinnen aber mussten ein paar Stunden nach dem Kontrahenten aus der Landeshauptstadt ebenfalls ein 0:3 (-17, -20, -21) schlucken.

Bei über weite Strecken knappen Sätzen spielte der mit dem Zug nach Erfurt gereiste Favorit aus Mecklenburg-Vorpommern immer dann seine Qualität aus, wenn er sie dringend benötigte. Meist am Satzende sorgten die US-Amerikanerin Mckenzie Adams, die Ungarin Greta Szakmáry sowie die insgesamt herausragende Niederländerin Nicole Oude Luttikhuis mit ihrer Schlagkraft dafür, die Durchgänge nach Hause zu bekommen.

Die Erfurterinnen leisteten Widerstand, mühten sich und erzielten nicht zuletzt durch Neuzugang Barabara Dapic sowie durch „Angriffsbank“ Danielle Brisebois eine ganze Reihe schöner Punkte. In Summe aber konnten die Thüringerinnen die Chancen nicht nutzen, um die bei einigen Aufschlägen patzenden Gäste in Bedrängnis zu bringen. Sie offenbarten selbst leichte Fehler. Zwei Netzberührungen zum 21:24 und 21:25 im zweiten Satz bildeten beredtes Zeugnis.

Erfurts Trainer Florian Völker sprach von „Kleinigkeiten, mit denen wir uns heute selber ein besseres Ergebnis verbaut haben“. Er nahm dennoch Positives mit. Insbesondere, dass sich seine Mannschaft bis etwa zur 20-Punkte-Marke überhaupt die Chance gegen den klaren Favoriten erarbeitet hatte.

Vor allem im dritten Abschnitt nutzte der Bundesliga-Primus die Nachlässigkeiten gnadenlos aus. Auch wenn die Erfurterinnen gegen Ende noch einmal aufholten, kam er zu einem ungefährdeten elften Saisonsieg und setzte sich drei Punkte vor Verfolger Allianz Stuttgart ab, der am Samstag in der Liga spielfrei war. Die Frauen um Coach Völker hingegen müssen auf ein zweites Erfolgserlebnis nach dem 3:2-Sieg gegen Aachen im Dezember warten. Am Mittwoch besteht die nächste Möglichkeit. Um 19.30 Uhr ist das Rückspiel beim USC Münster angesetzt – und die Hoffnung einen Tick größer.

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