18-jähriger Thüringer steht im deutschen Aufgebot für die Nations League

Gera  Der 18-jährige Linus Weber rückt für den pausierenden Georg Grozer in die Volleyball-Nationalmannschaft.

Am Wochenende war Linus Weber im Beachvolleyball aktiv.

Foto: Jens Lohse

Der 18-jährige Linus Weber steht im Aufgebot der deutschen Volleyball-Nationalmannschaft für das zweite Nations League-Turnier ab Freitag. „Am Donnerstag hat mein Heimtrainer in Berlin während des Trainings einen Anruf bekommen, dass ich die nächsten beiden Runden in Polen und Kanada mitspielen soll“, verriet der gebürtige Geraer. Doch weil an der Sportschule des Bundesstützpunkt in Berlin gerade Klausuren geschrieben werden, erhielt Linus Weber nur die Freigabe für die Partien in Polen. „Ich habe noch fünf Klausuren zu schreiben. Wenn ich wieder zwei Wochen aus der Schule raus bin, schaffe ich das nicht, zumal der Jetlag nach dem Kanada-Trip wohl drei zusätzliche Tage gekostet hätte“, so der 2,02 m große Weber. Weitere zehn Tage später beginnt dann schon der Vorbereitungslehrgang der U 20-Nationalmannschaft auf die EM.

Schon gestern früh machte sich Linus Weber von Berlin auf nach Frankfurt/Main, wo er gemeinsam mit den anderen Nationalmannschaftskollegen nach Warschau flog. Dort trifft die DVV-Auswahl von Bundestrainer Andrea Giani ab Freitag auf China, Polen und Frankreich. Polen und Frankreich führen derzeit nach drei Siegen die Tabelle ungeschlagen an. Der Nations-League-Auftakt letzte Woche in Serbien ging für die Deutschen in die Hose. Nach drei Niederlagen gegen Serbien (1:3), Italien (1:3) und Brasilien (0:3) rangiert man nur auf Platz 14 unter den 16 Mannschaften der einstigen Weltliga.

An Polen hat Linus Weber gute Erinnerungen. Im Vorjahr gehörte er als 17-Jähriger dem Team an, dass sich im Nachbarland Europameisterschafts-Silber sicherte. Allerdings blieb der Geraer dabei ohne Spiel. Die Chancen auf einen ersten offiziellen Länderspiel-Einsatz stehen diesmal günstiger, weil er für den pausierenden Georg Grozer nachgerückt ist.

„Ich bin diesmal der zweite Diagonalspieler und nicht der zweite Libero wie bei der EM“, sagt Linus Weber, der erst Anfang Mai seiner Heimatstadt Gera zur Eröffnung der neuen Beachvolleyball-Anlage einen Besuch abgestattet hatte.

Am Beach war er auch noch am Wochenende aktiv. Gemeinsam mit dem Gothaer Paul Burggräf belegte er einem A-Turnier in der Landeshauptstadt Erfurt nach einer Tiebreak-Niederlage im Finale Platz zwei. Doch nun warten erst einmal höhere Aufgaben auf ihn.

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