Schwarz-Weiß Erfurt mit neuer Mannschaft, neuer Führung aber gleicher Mission

Erfurt  Für die Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt wird es heute ernst. Die Saison beginnt. Das Ziel heißt Klassenerhalt

Saison 2018-2019 Schwarz Weiss Erfurt - VC Olympia Berlin.

Saison 2018-2019 Schwarz Weiss Erfurt - VC Olympia Berlin.

Foto: Sascha Fromm

„Gut. dass es losgeht“, sagt Christian Beutler. Der Geschäftsführer von Schwarz-Weiß Erfurt spricht den Spielerinnen wie dem Trainerduo Florian Völker/Rebekka Schneider aus der Seele. Gut zwei Monate lang hat sich die sportlich neue Leitung des Erfurter Bundesligisten ins Zeug gelegt, die Basis für eine weitere Saison im Volleyball-Oberhaus zu legen. Heute beginnt der Kampf um Punkte.

Eine neue Mannschaft, eine neue Führung, die gleiche Mission: Der Klassenerhalt ist das selig machende Ziel der Erfurterinnen. „Alles andere wäre vermessen“, stellt Christian Beutler vor dem Auftaktspiel am heutigen Mittwoch in der Riethsporthalle gegen den USC Münster klar (19.30 Uhr).

Die Ungewissheit, die naturgegeben bei einem Neubeginn mitschwingt, fasst Beutler in ei­nem anderen Wort zusammen: Neugier. „Das ist ein spannendes Projekt hier in Erfurt“, sagt der Manager in der Vorfreude auf die 20 Spiele und in der Hoffnung, viele Zuschauer neugierig zu machen. Am Ende heißt es, mindestens eine Mannschaft in dem Elferfeld hinter sich zu lassen. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor mit zwölf Bundesliga-Teams bedeutet diesmal nur der letzte Platz den Abstieg. Das macht die Aufgabe beileibe nicht einfacher.

Dass der Erfurter Verein in den vergangenen drei Spielzeiten die Klasse rein sportlich nicht halten konnte, haftet ihm wie eine lästige Klette an. Ei­nen Ballast sieht Beutler aber ebenso wenig darin wie der Trainer. Als rundum neu strukturierte Leitung können sie unbefangen in die Spielzeit 2019/20 starten wie die Mannschaft selbst. Das stützt die Zuversicht, wenngleich es das Auftaktprogramm in sich hat.

Nach dem Siebten der Vorsaison am Mittwoch schlägt am Sonnabend Vilsbiburg mit seinem namhaften Team in Erfurt auf (18 Uhr) auf. Acht Nationalitäten umfasst der Kader des Vorjahresfünften. Zuletzt verpflichteten die Roten Raben die 2,07 Meter große Mittelblockerin aus Puerto Rico, Alba Raquel Hernandez Ramos.

Über reichlich Klasse verfügt auch der USC Münster, allein durch die drei deutschen Nationalspielerinnen Ivana Vanjak, Lisa Alsmeier und Lisa Bock. „Das ist schon eine Hausnummer“, erklärt Beutler und beruft sich darüber hinaus auf den gewonnenen Satz des USC beim 1:3 gegen den Meister Stuttgart.

Aggressivität wollen die Erfurter dem Kontrahenten entgegensetzen. Das Team hat mit acht Zugängen ein neues Gesicht. Einen Zuschnitt nach den finanziellen Möglichkeiten und den Wünschen des Trainers. Ein schlagkräftiges Dutzend, dessen Stärke Geschlossenheit sein soll. „Ich glaube, dass wir mit Feuer und Leidenschaft überraschen können“, sagte Jennifer Pettke bei ihrer Vorstellung, „zusammen können wir etwas bewegen“.

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