Volleyball: Schwarz-Weiß-Damen mit Mut zur Mannschaft der Stunde

Erfurt.  Die Bundesliga-Volleyballerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt wollen ihre Chance als Außenseiter in Münster nutzen und die Erfolgsserie des USC beenden.

Ivana Vanjak (links) punktete im Hinspiel in der Erfurter am meisten für den USC Münster. Umso mehr kommt es für die Erfurterinnen um Rica Maase und Jennifer Pettke (rechts) darauf an, einen starken Block zu stellen.

Ivana Vanjak (links) punktete im Hinspiel in der Erfurter am meisten für den USC Münster. Umso mehr kommt es für die Erfurterinnen um Rica Maase und Jennifer Pettke (rechts) darauf an, einen starken Block zu stellen.

Foto: Sascha Fromm

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Münster setzt auf digitale Messedaten, Schwarz-Weiß Erfurt auf den ungebrochenen Mut des Außenseiters. Aufgrund der Differenz von nur zwei Plätzen gehört der USC zu dem Kreis an Mannschaften, gegen die Erfurts Volleyballerinnen punkten müssten, wollen sie sportlich in der Bundesliga bleiben. Doch geht es im Abendspiel an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) nicht nur gegen eine angriffsstarke Mannschaft, sondern zudem gegen eine mit enormem Selbstvertrauen.

Drei Spiele, drei Siege, Erster der Rückrundentabelle: Der an achter Stelle liegende USC Münster ist so etwas wie die Mannschaft der Stunde. Erfurts Trainer Florian Völker erwartet entsprechend ein sehr selbstbewusstes Auftreten des Gastgebers, macht sich ungeachtet dessen aber Hoffnung.

„Im Hinspiel waren wir knapp dran“, beruft sich der Schwarz-Weiß-Coach auf den schon gewonnenen Satz beim 1:3 im Oktober. Die Auftritte in Vilsbiburg (1:3) und gegen Schwerin (0:3) machen ihm unabhängig vom Ergebnis zusätzlich Mut. „Das Grundlevel war in Ordnung“, sagte Völker. Er sah ein verbessertes Aufschlagspiel gegen den Tabellenführer Schwerin, gute Angriffsaktionen und kluge Lösungen auch in schwierigen Situationen. Das ordentliche Spiel müsse auch in Münster aufs Feld gebracht werden.

Messtechnik soll USC Daten während des Spiels liefern

Gerade auf den Erfurter dürfte es ankommen. Münster besitzt geballte Angriffsstärke. Die bekam am vergangenen Sonnabend Schlusslicht Suhl beim 0:3 zu spüren. Mit Ivana Vanjak, Lina Alsmeier und Liza Kastrup punkteten drei USC-Spielerinnen zweistellig und besaßen großen Anteil, dass der Achte fast zwei Drittel seiner Angriffe erfolgreich abschloss. „Wahnsinn, mit viel Power Münster aufgetreten ist“, reflektierte der Erfurter Coach. Entsprechend vielseitig kann die Offensive um die Hauptangreiferin Vanjak agieren. Die deutsch-kroatische Außenangreiferin erzielte im Hinspiel in der Erfurter Riethhalle die meisten Punkte (22).

Um Daten etwa über Sprunghöhe in Echtzeit zu erhalten und nutzen zu können, will USC-Coach Teun Buijs laut Vereinsinformationen erstmals digitale Messinstrumente während des Spiels einsetzen. Der Trainer verspricht sich davon zusätzlich wertvolle Informationen durch die Technik, die bisher im Training zum Einsatz kam.

Daten sind längst wichtige Instrumente im Volleyball. Auch Florian Völker und Co. Rebekka Schneider ziehen sie stets zurate, um die Mannschaft taktisch speziell auf jeden Gegner einzustellen. Sie bauen als Außenseiter wie immer auch auf den Überraschungsmoment.

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