Schwarz-Weiß Erfurt spielt beim Meister auf Augenhöhe

Erfurt.  Die Volleyball-Frauen von Schwarz-Weiß Erfurt haben beim 1:3 gegen Meister Stuttgart eine starke Leistung gezeigt. Trotz müssen sie um den Klassenerhalt zittern.

Die Erfurter Volleyballfrauen um Cassidy Pickrell (am Boden) kämpften gegen Stuttgart um jeden Ball.

Die Erfurter Volleyballfrauen um Cassidy Pickrell (am Boden) kämpften gegen Stuttgart um jeden Ball.

Foto: Sascha Fromm

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Selten gab es so viel Beifall nach einer Niederlage. Sogar die 23 mitgereisten Gästefans zollten mit „Erfurt, Erfurt-Rufen“ dem Gegner ihren Respekt. Die Volleyball-Frauen von Schwarz-Weiß Erfurt hatten die 510 Zuschauer trotz des 1:3 im Bundesliga-Heimspiel begeistert.

Gegen Meister MTV Stuttgart wäre sogar mehr möglich gewesen als der Satzgewinn zum 25:22 im dritten Durchgang. So aber beendete die Mannschaft um Trainer Florian Völker das Spiel zumindest mit der Gewissheit, mit dem Titelaspiranten der Liga jederzeit auf Augenhöhe gespielt zu haben.

Jenes Selbstvertrauen ist im Ligaendspurt auch dringend nötig. Denn Schlusslicht VfB Suhl hat zur gleichen Zeit in eigener Halle beim 3:1 (14:25, 25:21, 25:23, 25:14) gegen den Tabellensechsten Ladies in Black Aachen überraschend den zweiten Saisonsieg gelandet und ist damit auf zwei Punkte an den Thüringer Rivalen herangerückt. Während Suhl nun am 10. März beim Tabellenführer Schwerin antreten muss, kommt es wohl vier Tage später in der Erfurter Riethsporthalle am letzten Spieltag zum großen Finale im Kampf um den sportlichen Klassenerhalt. Mit einem Sieg könnte Suhl sogar die Rote Laterne abgeben. Allerdings hat Erfurt noch am kommenden Samstag die Chance, beim Auswärtsspiel in Aachen zu punkten.

Zunächst aber galt es für die SWE-Frauen, gegen Stuttgart zu bestehen. Für den Favoriten schien es nur wie eine lästige Pflichtaufgabe. Aber MTV-Trainer Ioannis Athanasopoulos war gewarnt, nachdem seine Mannschaft drei Tage zuvor gegen Schlusslicht VfB Suhl beim glanzlosen 3:0 mit der zweiten Garde wesentlich mehr Mühe hatte als gedacht. Deshalb schickte er gegen Erfurt mit Krystal Rivers als bester Angreiferin der Liga und Martina Samadan zwei Top-Spielerinnen in den Start-Sechser, die er zuletzt gegen Suhl noch geschont hatte.

Aber die SWE-Frauen zeigten sich davon wenig beeindruckt und wirkten dynamisch wie mutig. Und das, obwohl der Mannschaft ja die englische Woche mit drei Spielen in acht Tagen noch in den Knochen steckte. Zwar lag Stuttgart im ersten Satz stets in Führung, aber beim 21:23 war längst nichts entschieden. Aber selbst, als auch der zweite Durchgang mit 21:25 verloren ging, gab sich Erfurt nicht auf.

Im Gegenteil. Mit einer starken Abwehr gelang im Abschnitt drei sogar ein Sieg, als Barbara Dapic den Ball zum 25:22 in die Stuttgarter Hälfte schmetterte. Im vierten Satz war beim 19:19 noch alles offen, als erneut Dapic punkten konnte. Den Rest erledigte der Champions-League-Teilnehmer jedoch mit Routine und siegte schließlich mit 25:20.

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