SVC Nordhausen verliert klar gegen junge Talente aus Leipzig

Nordhausen  Volleyball, Regionalliga: Die Nordhäuser sind ohne jede Chance gegen die Leipziger Youngster der L.E. Volleys II. Die Situation im Abstiegskampf bleibt unverändert.

SVC-Kapitän Sebastian Buntfuß zog sich vor Enttäuschung über das 0:3 das Trikot über den Kopf.

SVC-Kapitän Sebastian Buntfuß zog sich vor Enttäuschung über das 0:3 das Trikot über den Kopf.

Foto: Christoph Keil

Matthias Gäpler ärgerte sich nach dem 0:3 (20, 21:25, 17:25) gegen die L.E. Volleys II aus Leipzig. „Wenn wir uns über so ein Spiel nicht mehr ärgern würden, müssten wir uns das alles in der Regionalliga nicht mehr antun“, sagte der 31 Jahre alte Außenangreifer des Südharzer VC. Für Gäpler ist es die Abschiedstour. „Ja, ich habe mich entschieden, nach 20 Jahren leistungsbezogenem Volleyball im Sommer Schluss zu machen. Doch mit einem Abstieg soll meine Karriere natürlich nicht enden. So will ich nicht aufhören“, sagte er.

Doch die Vorstellung gegen die motivierten Youngster des Zweitliga-Vereins aus Leipzig am Samstagabend in der KKS verbreitete wenig Hoffnung, den vorletzten Platz doch noch zu verlassen. „Jünger, schneller, stärker“, so analysierte SVC-Trainer Alexander Metelski den sächsischen Gegner mit Athleten zwischen 16 und 22 Jahren. „Es war fast egal, wer spielte, wie wir taktisch agierten. Wir waren einfach die Schwächeren“, sagte Metelski, dem man während des Spiel die „Schmerzen“ ansah.

Das Ergebnis mit immerhin 20, 21 und 17 Satzpunkten für Nordhausen verbarg noch die totale Unterlegenheit der Gastgeber, die erst etwas erfolgreicher agierten, als die Durchgänge längst gelaufen waren.

Die Unterstützung der diesmal nur etwa 100 Anhänger half nicht. Die Trommeln standen verwaist am Spielfeldrand, bis der kleine Max Kretzschmar mit dem Stock endlich für etwas Lärm sorgte. Doch der SVC hätte sich an diesem gebrauchten Abend nur selbst helfen können.

Karl-Heinz Steglich, Sportlicher Leiter beim SVC und gerade 64 Jahre alt geworden, brachte die Probleme der Mannschaft auf den Punkt. „Die jungen Leipziger trainieren fünf Mal in der Woche, wir nur einmal und dann sind leider auch nicht alle da“, sagte die SVC-Legende.

Gäpler hört im Sommer nach 20 Jahren auf

Defizite in der Abstimmung, aber auch in der Physis, die sich mit Routine nicht mehr überspielen ließen. Da nützte es nicht, dass Libero Jaspar Gemperlein sein bestes Saisonspiel machte, so Coach Metelski. In der Feldabwehr rissen gewaltige Löcher auf. Beide Zuspieler – Bartosz Nowak und der erst 16 Jahre alte Gregor Hesse – sind noch in der Entwicklung. Keine guten Voraussetzungen für eine Aufholjagd in der Liga

„Wir schlagen uns prima ein, aber belohnen uns im Spiel nicht, machen die Angriffe nicht tot. Wir wussten, wie schwer die Saison wird. Wir müssen über den Kampf kommen. Unser Teamgeist ist aber weiterhin gut, doch in den nächsten zwei Wochen muss gegen Delitzsch und den VC Dresden II etwas hängenbleiben“, weiß Oldie Gäpler.

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