Vor imposanter Kulisse schnell unterwegs

Heiligenstadt  Der Heiligenstädter Franz-Josef Strathausen behauptet sich beim österreichischen „Silvrettarun“ gegen die Konkurrenz

Der 61-jährige Heiligenstädter Franz-Josef Strathausen wird beim österreichischen „Silvrettarun" über die Marathondistanz Dritter seiner Altersklasse.

Der 61-jährige Heiligenstädter Franz-Josef Strathausen wird beim österreichischen „Silvrettarun" über die Marathondistanz Dritter seiner Altersklasse.

Foto: Privat

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701 Hobbyläufer und Marathonprofis aus 28 Nationen sind bei der 8. Auflage des österreichischen „Silvrettarun“ von Ischgl nach Galtür über eine Marathon- und zwei kürzere Trailrunning-Distanzen an den Start gegangen. Mit dabei war auch ein Eichsfelder, und das sehr erfolgreich: Der 61-jährige Franz-Josef Strathausen belegte nach 42,195 Kilometern durch die imposante Tiroler Bergwelt nach 5:49,20 Stunden den dritten Platz in seiner Altersklasse und Rang 71 in der Gesamtwertung.

„Nach einem solch extremen Marathon in einer beeindruckenden Landschaft mit einem Podestplatz belohnt zu werden, war natürlich ganz besonders beeindruckend“, erklärt Hobbyathlet Strathausen. In diesem Jahr war es bereits sein dritter Wettkampf auf der Marathon- oder einer noch längeren Distanz. Im April kam er nach 3:41 Stunden beim Hamburg-Marathon ins Ziel. Im Mai war er bereits zum siebten Mal beim Rennsteiglaufs über die 73,9 Kilometer-Strecke dabei. „Das war eine perfekte Vorbereitung für den, im wahrsten Sinne des Wortes, Höhepunkt des Jahres“, erklärte Strathausen.

Die Athleten, die beim „Silvrettarun“ dieses Mal ihre Schuhe schnürten, wurden für ihre Anstrengungen – auf der Marathondistanz hieß es für sie, einen Gesamtanstieg von 1814 Metern bis hinauf zum knapp 3000 Meter hoch gelegene Kronenjoch zu meistern – mit einer buchstäblich atemberaubenden Aussicht belohnt. „Schroffe Gipfel, glitzernde Seen und jede Menge unvergesslicher Ausblicke, eine spektakulärere Kulisse als die Tiroler Bergwelt kann man sich für ein Lauf-Event kaum vorstellen“, zeigte sich Strathausen begeistert von der Umgebung und dem Ambiente des internationalen Wettbewerbs, für den sich in diesem Jahr so viele Sportler wie noch niemals zuvor angemeldet hatten. Für die Strecken galten Zeitlimits, die nach den Erfahrungswerten der vergangenen Auflagen bemessen worden waren. „Diese haben nicht nur der Sicherheit der Läufer, sondern auch der der Sicherheitskräfte auf der Strecke gedient, denn die Sicherheit aller Beteiligten hat bei diesem Event oberste Priorität“, erläuterte Strathausen.

Wer das Limit nicht einhält, ist draußen

Beim Bergmarathon ging der 61-Jährige gemeinsam mit 178 Konkurrenten die härteste Variante an. Nach dem Start in Ischgl ging es auf den ersten vier Kilometern gleich steil bergauf zur Mittelstation der Silvretta-Bergbahn. Bei Kilometer 14 erreichte der Läufertross dann die 2300 Meter hoch gelegene „Heidelberger Hütte“. „Wer hier das Zeitlimit von 2:15 Stunden überschritten hatte, wurde aus dem Rennen genommen“, berichtete Strathausen. Jedoch blieb dann noch die Möglichkeit, auf die mittlere 30-Kilometer-Distanz auszuweichen.

Strathausen war jedoch schnell genug unterwegs, blieb weiter auf der langen Distanz. Auf dem Weg hinauf zum Kronenjoch und auch beim anschließenden Weg hinab in Richtung Jamtalhütte mussten die Athleten einige Schneefelder überwinden. An der Jamtalhütte galt bei Kilometer 27 das nächste Zeitlimit von 5:30 Stunden. „Hier war dann aber auch das Gröbste überstanden“, sagte der schnelle Heiligenstädter, für den es nun über einige schmale Pfade und abschließend über Asphalt 600 Höhenmeter hinunter nach Galtür ging. Nach einer letzten Schleife durch das Paznauntal hatte es Strathausen geschafft und konnte erschöpft, aber glücklich und stolz als Bronzemedaillengewinner in seiner Altersklasse alle gesammelten Eindrücke Revue passieren lassen.

Insgesamt 3000 Euro wurden beim achten Silvrettarun für einen guten Zweck gesammelt. Aus dem Startgeld gingen fünf Euro pro Teilnehmer an den Charity Partner „Wings for Life“. Unterstützt werden damit weltweit erfolgsversprechende Forschungsprojekte und klinische Studien zur Heilung von Patienten mit verletztem Rückenmark oder Querschnittslähmungen.

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