Zwei Handballer lassen Fußball-Kreisligist SG Falken jubeln

Ifta.  Pascal Luhn und Tobias Wiegand, die sonst für die SG Schnellmannshausen in der Handball-Landesliga spielen, sichern mit ihren Toren das 3:3 in Ifta.

Pascal Luhn feiert mit seinen Teamkollegen das 3:2. 

Pascal Luhn feiert mit seinen Teamkollegen das 3:2. 

Foto: Luhn

Fußball-Kreisligist SG Falken hat den Sprung an die Tabellenspitze der Staffel 3 knapp verpasst. Im vorgezogenen Auswärtsspiel bei der SG Ifta/Mihla II gab der Gast eine 2:0-Führung aus der Hand und musste sich mit einem 3:3 begnügen. Dennoch ist der Saisonstart der Falken alles in allem gelungen. Großen Anteil daran haben mit Pascal Luhn (26) und Tobias Wiegand (20) zwei Spieler, die in zwei Sportarten für zwei verschiedene Treffurter Stadtteile ihr Ballgefühl demonstrieren.

Ihre erste Leidenschaft ist der Handball. Während sie mit ihrer SG Schnellmannsausen erst ein Landesligaspiel in dieser Saison absolvierten, haben sie sich zu Aktivposten bei Falkens Kickern entwickelt. Beleg dafür: Zusammen schoss das Duo exakt die Hälfte der 26 Falkener Tore, wobei Luhn nur in einer Partie nicht traf und mit acht „Buden“ in der Torschützenliste auf dem geteilten zweiten Platz liegt.

Mit seinen Saisontoren vier und fünf brachte Wiegand die Gäste vermeintlich auf die Siegerstraße. Das 2:0 in der 41. Minute war dabei nach Vorlage von Luhn eine lupenreine Handballer-Produktion. Noch vor der Pause antworteten die Gastgeber, als Johannes-Sebastian Schwanz den Ball von der Strafraumkante zum 1:2 (45.) ins Tor schlenzte. Im zweiten Abschnitt waren die Hausherren die spielbestimmende Elf. Tino Schumacher hatte den Ausgleichstreffer auf dem Schuh. Christoph Junge wehrte den Schuss zur Ecke ab (58.).

In der 63. Spielminute entschied Schiedsrichter Dietsch auf Strafstoß. Chris Heidenreich wurde von Michael Hagedorn während eines Eckballs gefoult. Iftas Kreisoberliga-Capitano Tobias Leinhos, der sein erstes Kreisligaspiel überhaupt bestritt, verwandelte sicher zum 2:2 (63.). Dann bewies auch Luhn noch seinen Torriecher. Nach Zuspiel von Maurice Kühne löste er sich von Heidenreich und schob zum 2:3 (84.) ein. Beim Jubel nahm der Fan des Hamburger SV die Hand vor die Stirn, womit er deren Knipser Simon Terodde imitierte.

Doch die Freude der SGF wurde schnell gedämpft, denn im Gegenzug köpfte Leinhos zum Endstand ein.