Zwei Nationalspieler verstärken ThSV Eisenach

Eisenach.  Die österreichischen Handballer Daniel Dicker und Thomas Eichberger freuen sich auf ihre erste Auslandsstation.

Daniel Dicker spielt im linken Rückraum. 

Daniel Dicker spielt im linken Rückraum. 

Foto: OEHV

Bei Handball-Zweitbundesligist ThSV Eisenach wird in der kommenden Saison Österreichisch gesprochen. Mit Daniel Dicker (24, Foto rechts) und Thomas Eichberger (26, links) kommen zwei in der Steiermark geborene Handballer nach Thüringen (wir berichteten kurz). Beide spielten bislang bei der HSG Holding Graz und haben Verträge für zwei Jahre unterschrieben.

Während ein erster Kontakt zu Thomas Eichberger bereits in der Vorsaison zustande kam, wurde es nach der Heim-Europameisterschaft im Januar für die beiden „Ösis“ konkret. „Wir waren in einer spielfreien Woche gemeinsam in Eisenach und haben uns alles angesehen. Der Verein ist sehr gut aufgestellt, verfügt über ein professionelles Umfeld“, berichten die beiden Nationalspieler unisono in einer Pressemitteilung des österreichischen Handballverbandes.

Ziel in den kommenden Jahren sei es, sich mit dem ThSV im oberen Tabellendrittel zu etablieren. Daniel Dicker: „Der Verein hat Ambitionen aufzusteigen, es ist aber kein Druck da, dass dies sofort geschehen muss. In der zweiten deutschen Liga kämpfen jedes Jahr sechs bis acht Teams um den Aufstieg. Da muss alles perfekt laufen.“ Das Potenzial der Mannschaft unterstreicht der 1,95 Meter große Keeper Eichberger, der in der Nationalmannschaft mit Torwart-Legende Mattias Andersson zusammenarbeitete: „Sie verfügen über eine relativ junge, kämpferische Truppe und haben mit Sead Hasanefendic einen erfahrenen Trainer an der Seitenlinie.“

Für die beiden Handballer ist der ThSV Eisenach die erste Auslandsstation. Der im linken Rückraum spielende Daniel Dicker: „Ich freue mich, den Sprung ins Ausland geschafft zu haben. Ich bin voll motiviert, möchte mein volles Potenzial abrufen und zeigen, dass ich zurecht dort bin.“

Eichberger: „Am Anfang gilt es, sich so schnell wie möglich einzuleben. Ich möchte den Rückenwind von der EM nutzen, meine Leistung bestätigen und mich für die erste Liga empfehlen.“ Schlagen beide gut ein, wird es Eisenachs Hallensprecher Jürgen Hausburg vielleicht auch mal mit der einen oder andere österreichischen Floskel probieren. Ein „I wer’ narrisch“ hat man vom ihm schließlich noch nicht gehört.