CATL will eine der größten Batterie-Fabriken Europas am Erfurter Kreuz bauen

Arnstadt  Der Spatenstich für die Batteriefabrik des Unternehmens CATL am Erfurter Kreuz soll noch in diesem Jahr erfolgen. Die Fabrik soll zu einem der größten Elektrofahrzeug-Batteriewerke in Europa entwickelt werden.

CATL mit Hauptsitz in Ningde (China) beschäftigt weltweit mehr als 24.000 Mitarbeiter und betreibt mehrere Niederlassungen in China sowie in München, Paris, Yokohama, Detroit und Vancouver.

CATL mit Hauptsitz in Ningde (China) beschäftigt weltweit mehr als 24.000 Mitarbeiter und betreibt mehrere Niederlassungen in China sowie in München, Paris, Yokohama, Detroit und Vancouver.

Foto: Duan Changzheng/Imagechina/dpa

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das chinesische Unternehmen Contemporary Amperex Technology Co. Limited (CATL) will seine neue Fabrik in Thüringen zu einem der größten Elektrofahrzeug-Batteriewerke in Europa entwickeln. Das gelte sowohl in Bezug auf Größe als auch die Produktionskapazität, kündigte die Firma jetzt auf der Internationalen Automobilausstellung IAA in Frankfurt am Main an.

Nach Informationen unserer Zeitung soll der symbolische erste Spatenstich auf dem Gelände im Industriegebiet Erfurter Kreuz bei Arnstadt noch im Oktober dieses Jahres erfolgen. In direkter Nachbachschaft zum geplanten Werksneubau hat das Unternehmen das Grundstück und das Fabrikgebäude der früheren Solarworld erworben.

Da die Elektromobilitätsbranche an Größe und Bedeutung gewinnt, komme der in Planung befindlichen Batteriefabrik von CATL in Erfurt, die sowohl Batteriezellen als auch Module produzieren wird, eine große Bedeutung zu. Durch die enge Zusammenarbeit mit europäischen Partnern und der Möglichkeit zu schnelleren Reaktionen auf Kundenbedürfnisse könnten Automobilhersteller bei der Beschleunigung des Rollouts von Elektrofahrzeugen optimal unterstützt werden.

Investitionsvolumen von bis zu 1,8 Milliarden Euro

„Europa ist ein Schlüsselmarkt für CATL, und viele unserer Partner haben ihren Sitz in Europa. Mit unserer neuen Produktionsstätte in Erfurt verbinden wir die deutsche Industrietradition und die Tradition CATLs, innovative Batterietechnik an strategisch zentralen Orten zu produzieren“, kommentierte Matthias Zentgraf, Co-Präsident Europa von CATL.

„Indem wir unsere Forschung, Entwicklung und Produktion unseren Partnern und Kunden näher bringen, können wir besser zum Wachstum der Elektrofahrzeugindustrie in Europa beitragen und die Umwelt sowie die lokale und regionale Wirtschaft positiv beeinflussen“, so Zentrgraf.

Nach eigenen Angaben fühlt sich CATL verpflichtet, einen wesentlichen Beitrag in den Regionen zu leisten, in denen das Unternehmen tätig ist. Mit einem Investitionsvolumen von bis zu 1,8 Milliarden Euro werde das neue Werk in Thüringen Tausende von Arbeitsplätzen in Deutschland sowie Karrieremöglichkeiten für junge Menschen schaffen.

Zusammenarbeit mit Bosch-Konzern angekündigt

Das chinesische Unternehmens hat eine Zusammenarbeit mit dem Bosch-Konzern angekündigt. Man werde weltweit Batteriezellen für das 48-Volt-Batteriesystem von Bosch liefern, um eine effektivere, erschwinglichere und flexiblere Lösung für die Elektrifizierung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor und die Reduzierung von Emissionen zu bieten, erklärte CATL.

Diese Batterie ist im Werk von Bosch Fahrzeugelektrik in Eisenach entwickelt worden, seit Ende vergangenen Jahres wird sie bei Bosch im Werk in Wuxi in China gefertigt.

Auf der IAA sind mehrere Elektroautos mit CATL-Batterien zu sehen, darunter auch der BMW X 3, der weltweit mit Catl-Batterien ausgestattet ist. Weitere führende internationale Partner, mit denen CATL zusammenarbeitet, sind Volkswagen, Daimler, Jaguar Land Rover, Volvo, Honda und Toyota.

Warum die „New York Times“ jetzt über Arnstadt berichtet

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren