„Die Leute rennen uns die Bude ein“ – Rente mit 63 im Osten weiter beliebt

Berlin  Fünf Jahre nach ihrer Einführung ist die abschlagfreie Rente mit 63 für langjährig Versicherte weiterhin beliebt - besonders in Ostdeutschland.

Der Renteneintritt mit 63 Jahren ist vor allem im Osten Deutschlands noch immer sehr beliebt.

Der Renteneintritt mit 63 Jahren ist vor allem im Osten Deutschlands noch immer sehr beliebt.

Foto: Franz-Peter Tauschner/dpa

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Bundesweit gingen im vergangenen Jahr 244.000 Menschen damit vorzeitig nach 45 Beitragsjahren in den Ruhestand, wie aus Daten der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Das waren rund 7000 mehr als 2017. Dabei ist der Anteil - gemessen an allen neuen Rentenzugängen - im Osten mit 42 Prozent spürbar höher als in den westlichen Ländern (28 Prozent).

Seit 2014 kann man nach mindestens 45 Jahren Renten-Einzahlung mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Die Regelgrenze liegt derzeit bei 65 Jahren und acht Monaten. Insgesamt bekamen im vergangenen Jahr rund 784 000 Versicherte in Deutschland erstmals eine gesetzliche Altersrente. Darunter waren 340.000 Versicherte mit der normalen Regelaltersrente ab 65.

„Die Leute rennen uns die Bude ein“, sagte der Chef der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, Jork Beßler, der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf die Rente mit 63. In Thüringen wählten demnach im vergangenen Jahr 43,5 Prozent der Altersrentner die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren.

Beßler führt die Entwicklung darauf zurück, dass viele Menschen in der DDR bereits früh ins Berufsleben starteten. Frauen setzten zudem trotz Kindern kaum im Beruf aus - anders als in der alten Bundesrepublik.

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