Ex-Schachtbau-Chef in Nordhausen geht mit bewegenden Worten

Nordhausen.  Jürgen Stäter blickt beim Jahresabschlusstreffen der Führungskräfte auf 47 Jahre im Nordhäuser Schachtbau-Unternehmen zurück.

Jürgen Stäter als langjähriger Geschäftsführer von Schachtbau wurde am Freitag offiziell vom Unternehmen verabschiedet. Auch sein langjähriger Weggefährte Thomas Bauer (rechts) war zugegen, hielt eine Laudatio.

Jürgen Stäter als langjähriger Geschäftsführer von Schachtbau wurde am Freitag offiziell vom Unternehmen verabschiedet. Auch sein langjähriger Weggefährte Thomas Bauer (rechts) war zugegen, hielt eine Laudatio.

Foto: Kristin Müller

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Für Schachtbau war 2019, betont Geschäftsführer Michael Seifert am Freitag, ein „außergewöhnliches Jahr“. Nicht nur wegen des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Anfang September stand ein Generationswechsel in der Geschäftsführung an: Seifert übernahm den Vorsitz von Jürgen Stäter, ihm zur Seite stehen seitdem André Ponndorf und Thomas Stäter.

Ohne die „Last“ der Wendejahre im Kopf hätten die Jüngeren mehr „Freiheit für Zukunft“, blickt Thomas Bauer, langjähriger Schachtbau-Aufsichtsratschef, nach vorn. Jürgen Stäter lobt seinen Nachfolger als „aktiv und umsichtig“, den Bereich Bergbau werde er mit der nötigen Weitsicht betreiben. André Ponndorf, zugleich Chef der Sparte Maschinenbau, bleibt Stäter dank seiner „unkonventionellen Art im geschäftlichen Umgang“ in Erinnerung. Und der Dritte im Bunde, sein Sohn Thomas, werde die Herausforderungen von Geschäftsführung und Chefposten im Bereich Stahlbau auch „ohne Frage bestehen“. Thomas Stäter verkörpert die dritte Schachtbau-Generation in der Familie – sein Opa war 27 Jahre technischer Direktor des einzigen Bergbau-Spezialbetriebs der DDR.

Heute ist Schachtbau ein deutschlandweit und selbst über die Landesgrenzen hinaus gefragtes Unternehmen mit Know-how natürlich im Bergbau, aber auch im Bau von Brücken, Kläranlagen, Großbohrtechnik. Stäter verlässt das größte Südharzer Industrieunternehmen mit einem diesjährigen Umsatz von 137 Millionen Euro und 975 Festangestellten. Bei seiner Verabschiedung dankt er allen Mitarbeitern: „Ich bin überzeugt, dass das technologische Niveau eines Unternehmens durch seine Eigenleistungen bestimmt wird. Diese Fähigkeit sollte sich ein Technologieunternehmen bewahren.“

Jürgen Stäter hatte 1972 als Bohrarbeiter bei Schachtbau begonnen, das war vor 47 Jahren. Die letzten 26 Jahre stand er dem Unternehmen vor, auch dank der Förderung durch Heinrich Markgraf. 14 „sehr zielorientierte“ Jahre davon stand er mit Peter Pfeifer an der Spitze. Thomas Bauer und Heinz Kaltenecker hätten ihre Rolle als Aufsichtsratschef und Gesellschafter stets als Coachingfunktion verstanden, dankt Jürgen Stäter zwei wichtigen Weggefährten. „Es ging nie um die Bewältigung von Schuldfragen, sondern immer um anstehende Aufgaben.“

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