Flugplatz bekommt neuen Namen: Flughafen Erfurt-Weimar

Am Erfurter Flughafen wird Montag gefeiert. Nicht die im Vorjahr wieder angestiegene Zahl der Fluggäste bietet allerdings den Anlass dazu, sondern der neue Name, der nach dem Festakt für alle Besucher sichtbar wird.

Ab Montag können die Besucher den neuen Namen des Flughafens in der Thüringer Landeshauptstadt nicht mehr nur erahnen, sondern lesen. Mit einem Festakt wird die Umbenennung in Flughafen Erfurt-Weimar gefeiert. Foto: Alexander Volkmann

Ab Montag können die Besucher den neuen Namen des Flughafens in der Thüringer Landeshauptstadt nicht mehr nur erahnen, sondern lesen. Mit einem Festakt wird die Umbenennung in Flughafen Erfurt-Weimar gefeiert. Foto: Alexander Volkmann

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Erfurt. Die ankommenden Passagiere müssen sich ab Montag an eine neue Durchsage am größten Thüringer Airport gewöhnen. "Willkommen am Flughafen Erfurt-Weimar" - wird es künftig heißen. Bereits im Herbst hatte man einen Namenswechsel beschlossen, die heiße Phase der Umbenennung dann auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin vor wenigen Tagen eingeläutet. Nun sind die umfangreichen Vorarbeiten abgeschlosssen, der neue Schriftzug über dem Terminal kann enthüllt werden. Thüringens Verkehrsminister Christian Carius hat sich angekündigt, um auch das neue Logo des Flughafens in der Landeshauptstadt in Augenschein zu nehmen.

Mit dem neuen Namen sind in der Betreibergesellschaft des Flughafens, aber auch in der Landesregierung als größtem Anteilseigner der Gesellschaft einige Hoffnungen verbunden. In erster Linie will man international vom hohen Bekanntheitsgrad von Weimar profitieren. Darüber hinaus aber setzt man am Flughafen auch auf eine steigende Zahl von Fluggästen aus der Region rund um die Klassikerstadt. Mit der Erweiterung des Einzugsbereiches ist es zudem einfacher mit den einzelnen Fluggesellschaften zu verhandeln, so die Überlegung des Managements. Setzen doch sowohl die Airlines, als auch die Reiseveranstalter immer auf die Zahl der potenziellen Flugreisenden bei ihren Entscheidungen über die Stationierung der Maschinen oder die Angebote an einem Flughafen. Die waren in den zurückliegenden Jahren am Standort Erfurt deutlich zurückgefahren worden, erst im vergangenen Jahr gelang dann eine Trendwende. Mit neuen Zielen und zusätzlichen Charterflügen zu den Zielen rund um das Mittelmeer hatte es der Betreiber des Airports geschafft, die Zahl der Fluggäste wieder spürbar ansteigen zu lassen. Um fast ein Fünftel stieg die Zahl der Reisenden am Airport binnen Jahresfrist an - mehr als 323.000 Fluggäste nutzen die Möglichkeit in Erfurt zu starten oder zu landen. Neben den Urlaubsfliegern vermeldete auch die Linie nach München eine steigende Auslastung der Maschinen, im Geschäftsreiseverkehr gingen die Zahlen ebenso nach oben.

An den positiven Trend des Vorjahres konnte man laut Erfurts Flughafenchef Matthias Köhn auch in den ersten Wochen dieses Jahres anknüpfen. So habe Cirrus Airlines über einen Zuwachs der Passagierzahlen auf den München-Flügen von gut einem Viertel allein im Januar berichtet. In einer Woche wechselt auch der Erfurter Flughafen auf den neuen Sommerflugplan, der weitere attraktive Ziele anbietet.

Auf die bisherige Unterstützung des Landes kann man für die nächste Zeit auch auf dem Flugplatz Altenburg bauen. Es sei eine Einigung erzielt worden, bestätigte das Thüringer Verkehrsministerium. Danach wird das Land die Flugsicherungskosten der Flugplatz Altenburg-Nobitz GmbH fünf Jahre lang mit jährlich bis zu 250.000 Euro finanzieren. Der Vertrag gebe dem Platz Gelegenheit und Zeit mit anderen Fluggesellschaften zu verhandeln. Potenzielle Investoren bräuchten Planungssicherheit.

Kommentiert von Bernd Jentsch

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