Jenoptik stoppt Verkaufspläne für Militärtechnik-Sparte

Jena.  Der Thüringer Technologie-Konzern Jenoptik hat Verkaufspläne für sein Militärgeschäft auf Eis gelegt.

Schriftzug "Jenoptik" auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes der Jenoptik AG.

Schriftzug "Jenoptik" auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes der Jenoptik AG.

Foto: Bodo Schackow / dpa

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Der Vorstand habe beschlossen, den Verkaufsprozess für die Sparte Vincorion zu stoppen, teilte der Technologiekonzern am Freitagabend in Jena mit. Die vorliegenden Angebote seien zu niedrig. Sie entsprächen im Ergebnis nicht dem im Geschäftsjahr 2019 bestätigten Potenzial von Vincorion und damit nicht den Erwartungen von Jenoptik. Die Sparte soll nun als eigenständige Beteiligung weitergeführt werden.

Vincorion umfasst die Fertigung von Wehrtechnik - dazu gehören Komponenten für Schützenpanzer und Kampfjets - sowie den mechatronischen Bereich von Jenoptik. Von den rund 4000 Jenoptik-Beschäftigten arbeiten nach Unternehmensangaben circa 800 Mitarbeiter bei der Militärtechnik-Sparte.

Im Sommer 2019 hatte Jenoptik den Verkaufsprozess gestartet - nach eigenen Angaben, um sich auf sein Kerngeschäft mit Lasern, Messtechnik und optischen Systemen zu konzentrieren. Einnahmen aus dem Verkauf sollten in das Auslandsgeschäft vor allem in Amerika und Asien gesteckt werden.

Mitte November hatte sich Unternehmenschef Stefan Traeger mit Blick auf die Veräußerungspläne noch optimistisch gezeigt. „Es gibt mehrere Interessenten aus verschiedenen Bereichen“, hatte er bei der Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale gesagt. „Wir sind da eigentlich gut unterwegs.“

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