Neuer Starttermin für Schillerstraße 13-15 in Weimar angekündigt

Die Hamburger B&L Gruppe will im späten Frühjahr 2013 loslegen mit Sanierung und Umbau ihrer Immobilie in der Weimarer Schillerstraße 13-15. Verträge mit zwei Einzelhändlern aus der Textilbranche sollen unterzeichnet sein.

Diesen Entwurf für den "Schillerhof" in Weimar vom Leipziger Büro DNR (Daab, Nordheim, Reutler) stellte die B&L-Gruppe im Februar 2009 vor. Simulation: Archiv

Diesen Entwurf für den "Schillerhof" in Weimar vom Leipziger Büro DNR (Daab, Nordheim, Reutler) stellte die B&L-Gruppe im Februar 2009 vor. Simulation: Archiv

Foto: zgt

Weimar. Der Oberbürgermeister bleibt vorsichtig: "Die haben schon so oft erklärt, dass es jetzt endlich losgeht", sagt Stefan Wolf über die B&L-Gruppe.

Seit die Hamburger Kaufleute Albert Büll und Cornelius Liedtke die Immobilie in der Weimarer Schillerstraße 13-15 vor vier Jahren von Bernhard Berghaus aus Remscheid erwarben, kündigten sie tatsächlich mehrfach an, mit der Sanierung und Vermarktung beginnen zu wollen. Im Februar 2009 nannte die Unternehmensgruppe den April 2010 als Baubeginn. Später war vom Fertigstellungstermin im zweiten Quartal 2012 die Rede; der wurde dann um ein Jahr verschoben.

Es spricht aber auch aus Wolfs Sicht einiges dafür, dass die jüngste Ankündigung mehr als ein weiteres leeres Versprechen ist. "Im Spätfrühjahr 2013", so B&L-Prokurist Frank Körmann gegenüber unserer Zeitung, werde man mit der Sanierung beginnen, im Herbst 2014 werde sie abgeschlossen.

Hintergrund für den Optimismus: Laut Körmann hat man inzwischen Verträge mit zwei Einzelhandelsunternehmen aus der Textilbranche abgeschlossen, die dort einziehen sollen.

Es gebe aber in beiden Verträgen eine "Stillschweige-Klausel". Daher könne er die Partner noch nicht benennen, so Körmann. Spätestens auf dem Bauschild würden sie jedoch nächstes Jahr gewiss Flagge zeigen.

Bislang war die Vermarktung das Problem von B&L gewesen. Mieten, die man am Markt realistischerweise erzielen kann, decken die Investitionen in die aufwendige Sanierung nicht.

"Die müssen einfach mal den Mut haben, einen Schnitt zu machen", sagte OB Wolf deshalb erst vergangene Woche bei seinem Jahrestreffen mit dem Verein der Stadtführer. Allerdings spiele Geld bei B&L eigentliche keine Rolle.

In der Tat zahlen die Hamburger monatlich eine hohe Sondernutzungsgebühr für die Bauzäune. Einen fünfstelligen Betrag investierten sie zudem laut Wolf in die Taubenabwehr auf dem Dach. Und eben erst haben Handwerker das Gebäudeensemble innen gegen eine eventuelle Schneelast gesichert.

Ein jahrelanger Streitpunkt mit der Stadt war indes auch die Ablösesumme, die B&L zahlen müssen, weil sie keine Stellplätze nachweisen können. Hier scheint eine Einigung in Sicht.

Die B&L-Gruppe überarbeitet derzeit die Ausschreibung für die Bauarbeiten, heißt es aus Hamburg. Auch wolle man das Bauteam neu strukturieren. So soll ein Weimarer Architekturbüro die Baubegleitung übernehmen; es werde verhandelt.

Unterdessen ist man laut Körmann mit einem weiteren Einzelhändler im Gespräch. Danach richte es sich, ob es letztlich drei oder vier Geschäfte im Haus gibt. Die Pläne für 500 Quadratmeter Wohnfläche gab man indes längst auf.

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