Augsburger Puppenkiste nutzt Exoskelett-Technik aus dem Eichsfeld

Duderstadt.  Die Exoskelett-Technik Paexo Shoulder aus Duderstadt wird jetzt bei der Augsburger Puppenkiste genutzt.

Die Augsburger Puppenkiste wurde unter anderem mit Michael Endes „Lukas der Lokomotivführer“ deutschlandweit berühmt.

Die Augsburger Puppenkiste wurde unter anderem mit Michael Endes „Lukas der Lokomotivführer“ deutschlandweit berühmt.

Foto: A3471 Boris Roessler / dpa

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Mit einem außergewöhnlichen Hilfsmittel arbeiten jetzt die Puppenspieler der Augsburger Puppenkiste. In der Kabarettvorstellung, die bis Ende Juni 2020 im Programm ist, nutzen die Puppenspieler erstmals das Exoskelett Paexo Shoulder von Ottobock, teilt die Duderstädter Unternehmensgruppe mit. Das minutenlange Halten und Bewegen der Handpuppen über Kopfhöhe sei sehr anstrengend, und das Exoskelett helfe dem Puppenspieler in dieser Situation. Es entlaste die Schultern und Oberarme.

Laut Ottobock trägt man das Gerät ähnlich wie einen Rucksack eng am Körper. Das Gewicht der erhobenen Arme werde über Armschalen mit Hilfe einer mechanischen Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. Beim Spielen der Handpuppen sei das eine große Hilfe, und auch beim Marionettentheater. Ein Beispiel ist das Stück „Eine kleine Zauberflöte“, in der die Figur Tamino auf einem Hügel steht. In dieser Position hält der Puppenspieler das Spielkreuz mit den Fäden der Marionette über Kopfhöhe.

Ottobock hat Paexo Shoulder zusammen mit Volkswagen entwickelt, um Mitarbeiter in der Produktion bei der anstrengenden Überkopfmontage zu unterstützen, teilt das Unternehmen mit. Inzwischen werde das Exoskelett, das seit Oktober 2018 auf dem Markt ist, in unterschiedlichen Branchen eingesetzt: bei Luftfahrt- und Automobilunternehmen, in der Lebensmittelindustrie und Logistik, bei Werften und auf dem Bau. sma

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