Thüringen baut Lotto-Spielbetrieb um

Erfurt  Thüringer Lottospieler hatten der Treuhandgesellschaft nach früheren Angaben im vergangenen Jahr 163 Millionen Euro Umsatz beschert. Für das Land sprangen rund 44,6 Millionen Euro etwa als Lotterie- und Wettsteuer heraus.

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Thüringen will die Struktur des landeseigenen Lotto-Spielbetriebes ändern. Der Landtag stimmte am Freitag mit den Stimmen der rot-rot-grünen Koalition der Bildung einer Thüringer Staatslotterie als Anstalt öffentlichen Rechts zu. Darin sollen die Lotterie-Treuhandgesellschaft und der Landesbetrieb Thüringer Lotterieverwaltung zusammengeführt werden. Die bisherige Aufspaltung ihrer Aufgaben führe zu langen Entscheidungswegen und Doppelungen, heißt es in der Beschlussbegründung.

Keine Nachteile soll die neue Struktur für den Landeshaushalt bringen. Überschüsse aus öffentlichen Glücksspielen würden auch künftig dem Etat zufließen, sagte der SPD-Abgeordnete Werner Pidde. Finanzministerin Heike Taubert (SPD) verwies nach Kritik aus der CDU darauf, dass eine Anstalt öffentlichen Rechts Vorteile gegenüber einer GmbH habe, da eine Anstalt beispielsweise von der Umsatzsteuer befreit sei.

Thüringer Lottospieler hatten der Treuhandgesellschaft nach früheren Angaben im vergangenen Jahr 163 Millionen Euro Umsatz beschert. Für das Land sprangen rund 44,6 Millionen Euro etwa als Lotterie- und Wettsteuer heraus. Anteile aus dem Gewinn gehen auch an den Landessportbund, Sozialverbände und die Denkmalpflege.

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