Weitere Pläne fürs Reckenbühl

Kammerforst  Sprachfarm nimmt langsam ihre Arbeit auf. Derzeit wird ein rund 180 Meter tiefer Brunnen gebaut. Chalets und Baumhäuser sind vorgesehen.

Geschäftsführer Sven Seifert (links) und Gartenbauer Toni Troska auf dem Gelände.

Geschäftsführer Sven Seifert (links) und Gartenbauer Toni Troska auf dem Gelände.

Foto: Daniel Volkmann

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Die Language Farm, die im einstigen Gasthaus Reckenbühl nahe Kammerforst eine Heimat gefunden hat, nimmt Schritt für Schritt ihre Arbeit auf. „ Dabei schauen wir, ob alle Abläufe ordentlich funktionieren. Gleichzeitig können wir an einigen Stellschrauben drehen, um das Ganze zu perfektionieren“, sagte Geschäftsführer Sven Seifert am Freitag unserer Zeitung.

Der Erfurter ist seit Anfang Februar dieses Jahres der neue Eigentümer des ehemaligen Gasthauses im Hainich. Er hat es gekauft, um dort einen Standort seiner „Language Farm“ zu betreiben. Das Konzept: Die Teilnehmer der Kurse haben direkten Kontakt mit der Natur und erlernen mitten in ihrem Alltag die Fremdsprache.

Schulunterricht der klassischen Art, gibt es ebenso wenig wie Lese- und Schreibübungen oder das Pauken von grammatikalischen Regeln.

35 Leute sollen übernachten können

Die Angebote der „Language Farm“, die im Mai 2002 gegründet wurde, richten sich vor allem an Schulklassen, Familien und an Erwachsene. Es gibt Feriencamps, Koch-, Musik-, Kunst-, und Kanuabenteuer- sowie Sportcamps.

Auf dem Reckenbühl sollen die bis zu 35 Teilnehmer der Sprachkurse übernachten können. Das erfordert laut Seyfert in den nächsten Monaten einiges an Umbauarbeiten. Um das Haus mit ausreichend Wasser zu versorgen, sind momentan Mitarbeiter einer Bad Langensalzaer Firma damit beschäftigt, einen rund 180 Meter tiefen Brunnen zu bohren. In das Hauptgebäude sind die Zimmer zur Übernachtung einzubauen. In einen Anbau sollen Dusch- und Waschmöglichkeiten errichtet werden.

Dass das Haus einen neuen Eigentümer hat und wieder betrieben wird, begrüßt auch die Oppershäuser Familie Pollak, die in unmittelbarer Nähe einen riesigen Kletterwald betreibt und die große Pläne hat. Sie will auf dem Reckenbühl weiter investieren. Immer konkreter werden nach Aussage der Familie die Pläne für den Bau von in der Region einzigartigen Baumhäusern und Chalets auf der Wiese. Ihr Zeitplan sieht vor, noch in diesem Jahr mit den Planungsarbeiten zu beginnen und im kommenden Jahr zu bauen.

Teil des Projektes soll es auch sein, die Waldstraße zwischen Kammerforst und dem Reckenbühl zu befestigen. Da allerdings ist noch kein Konsens mit den Waldbesitzern gefunden.

Das Gelände rund um das Reckenbühl, das außerhalb der Kernzone des Nationalparks liegt, ist ein Filetstück, wenn es um den Hainich- und Welterbetourismus geht.

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