Amateurtheater mit Spielfreude und pointierten Dialogen

Apolda.  Wer die Qualität des Apoldaer Amateurtheaters kennt, weiß: Aufführungsabende sind Hochgenuss. Nun startet neu: „Kein Problem, Herr Kommissar!“.

Die erfahrenen Schauspieler Joachim Treiber, alias Kommissar Harry Baxter, und Lily Piper, wunderbar verkörpert durch Helga Schnetter, im neuen Stück „Kein Problem, Herr Kommissar!" von Jack Popplewell. Bis Ende April wird die Kriminalkomödie an diversen Wochenenden in Apoldas Schloss aufgeführt.

Die erfahrenen Schauspieler Joachim Treiber, alias Kommissar Harry Baxter, und Lily Piper, wunderbar verkörpert durch Helga Schnetter, im neuen Stück „Kein Problem, Herr Kommissar!" von Jack Popplewell. Bis Ende April wird die Kriminalkomödie an diversen Wochenenden in Apoldas Schloss aufgeführt.

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

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Ein Dutzend Darsteller umfasst das Personaltableau für das Kriminalstück „Kein Problem, Herr Kommissar!“, mit dem das Apoldaer Amateurtheater (AAT) am Samstagabend im Schlosssaal Premiere feiert. Mit dabei sein werden in Apolda weithin bekannte Schauspieler wie Joachim Treiber, Mario Schiege, Helga Schnetter, Martin Vollrath.

Das Stück des englischen Schriftstellers und Stückeschreibers Jack Popplewell hatte Spielleiter Lukas Reuter ausgewählt. Es wurde ein wenig an die Bedürfnisse des AAT angepasst, weshalb es eine zusätzliche Rolle gibt. Mehr mochte Reuter auf Nachfrage nicht preisgeben, um den Spannungsbogen noch etwas zu halten. Dass man das Stück, das in den 1970er-Jahren angesiedelt ist, etwas anpasste, hat mit der hiesigen Gepflogenheit zu tun, möglichst alle im Ensemble am Spiel zu beteiligen.

Apropos: Die langjährige Spielleiterin Erika Block hat den Staffelstab längst an ihre fähigen Nachfolger übergeben. Sie steht bei Bedarf aber nach wie vor mit ihrem Rat und ihrer Erfahrung zur Verfügung.

Indes, die Aufführung eines Popplewell-Stücks gibt es beim AAT nicht zum ersten Mal. Bereits Mitte der 2000er-Jahre reüssierten die Schauspieler mit „Brave Diebe“, 2012 folgte „Keine Leiche ohne Lilly“ und nun starte man mit einem weiteren seiner populären Stücke durch. Zum Inhalt soll, auf Bitten der Theaterleute, vorher noch nicht so viel verraten werden. Kein Problem. Die Generalprobe am Freitagabend jedenfalls lässt schon mal auf ganz wunderbare Aufführungswochenenden hoffen, die bis zum 26. April reichen. Alle sind restlos ausverkauft!

Mit dem Stück werden keine weltbewegenden Botschaften transportiert. Vielmehr geht es abwechslungsreich, pointiert und lustig zu. Ein Genuss ist das! Das sei schon verraten.

Die über Jahre hinweg konstante Qualität der Aufführungen ist dem Talent der Charakterdarsteller geschuldet und dem unermüdlichen Proben zu verdanken. So begannen die Proben fürs neue Stück im Frühjahr 2019 und damit quasi parallel zum damals noch laufenden Stück „Hokuspokus“ von Curt Goetz. Und was unterscheidet die Schauspieler des AAT von Profis? Im Prinzip nichts, außer der Tatsache, dass diese mit ihrer Kunst ihren Lebensunterhalt verdienen, meint Lukas Reuter selbstbewusst. Dass er damit recht hat, das möchte man angesichts dessen, was da wieder mit großer Leidenschaft und Können auf die Kleinstadtbühne gezaubert wurde, gar nicht anzweifeln.

Auch die Kostüme, die Kulissen und die in jeder Szene spürbare Spielfreude bestätigen einmal mehr: Wer eine Karte ergattern konnte, Glückspilz sei er genannt.

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