Organist mit Leib und Seele

Landkreis.  Thomas Grubert wurde am Sonntag für seine ehrenamtliche Tätigkeit als Organist und Bewahrer von kirchlichen Traditionen in der Region geehrt

Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit, seinem Engagement und viel Herzblut bewahrt Thomas Grubert das kirchliche Leben und die Tradition in der Region. Dafür erhielt er am vergangenem Sonntag den Sonderpreis der Kreisheimatpflege im Weimarer Land.

Mit seiner ehrenamtlichen Arbeit, seinem Engagement und viel Herzblut bewahrt Thomas Grubert das kirchliche Leben und die Tradition in der Region. Dafür erhielt er am vergangenem Sonntag den Sonderpreis der Kreisheimatpflege im Weimarer Land.

Foto: Sascha Margon

Eine beschwingte Polka in einem Gottesdienst zu hören, passiert nicht alle Tage. Die Reaktionen der Besucher in der Dorfkirche im Weimarer Land am Sonntagvormittag waren deshalb nicht verwunderlich. Mit schmunzelnden Gesichtern genossen sie das, was da von der Empore erklang.

Verantwortlich dafür war einmal mehr Thomas Grubert, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Kirchspiel Donndorf, Leiter zweier Frauenchören, Mitarbeiter der katholischen Pfarrei Herz Jesu in Weimar, ehemaliger Betreiber des Musikhaus Luge in Jena, Initiator zur Retter der Volkshausorgel in Jena und nicht zuletzt ein leidenschaftlicher Organist.

Am Sonntag erhielt der 53-Jährige in der Kirche Eckolstädt den diesjährigen Alexander-Wilhelm-Gottschalg-Preis 2020 des Weimarer Landes. Die Sonder-Auszeichnung im Rahmen des Kreisheimattages wird seit 2008 an Organisten vergeben, die sich in besonderer Weise um die Pflege der Kirchenmusik verdient machen. In einer Laudatio von Landtagsabgeordneten Thomas Gottweiss (CDU) heißt es: „Thomas Gruberts Orgelspiel verleiht jedem Gottesdienst neue Farben. Seine Vor- und Nachspiele der Choräle gewähren den Gottesdienstbesuchern stets ein kleines sonntägliches Konzerterlebnis“

Mit seinem Engagement in der Region investiert Grubert viel Zeit und Herzblut, um das kirchliche Leben und die Tradition zu erhalten. Zudem springt er häufig ein, wenn andere Organisten ausfallen. Dabei lässt er sich von der teils nicht einfachen Bespielbarkeit so manchen Instrumentes in den Dorfkirchen der Region nicht irritieren und nimmt oft kleine Reparaturen auch schon mal selbst vor.

Seine Leidenschaft für die Königin der Instrumente entdeckte er bereits mit Anfang 20. Damals spielte der junge Grubert vornehmlich Akkordeon oder Klavier. Bis ihn 1989 Pfarrer Peter Oberthür, der auch am Wochenende den Gottesdienst in Eckolstädt leitete, auf das Orgelspielen ansprach und damit in Thomas Grubert eine Begeisterung entfachte, die bis zum heutigen Tag ungebrochen ist.

Grubert zeigte sich am Sonntag gerührt und dankbar über die Auszeichnung: „Ich werde es als Schwung mit in die nächsten Jahre nehmen“, sagt er nach der Preisübergabe. Deshalb dürfen sich die Gottesdienstbesucher im Kirchspiel Donndorf, zu dem auch Eckolstädt, Schmiedehausen und Münchengosserstädt zählt, auf weitere fröhliche Musik in den zahlreichen Gottesdiensten, Kirchenkonzerten oder zur jährlichen Kirchspielfahrt freuen.