Apoldas Lichterfest versprüht zum Jubiläum besonderen Zauber

Apolda.  22. Apoldaer Lichterfest zieht Menschen durch Licht und Feuer in den Bann und sorgt auch für strahlende Gesichter.

Am Samstagabend, kurz vor dem Feuerwerk, brannte auf der Bühne des Apoldaer Lichterfestes eine stilisierte 900 im Jubiläumsjahr 900 Jahre urkundliche Ersterwähnung.

Am Samstagabend, kurz vor dem Feuerwerk, brannte auf der Bühne des Apoldaer Lichterfestes eine stilisierte 900 im Jubiläumsjahr 900 Jahre urkundliche Ersterwähnung.

Foto: Martin Kappel

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Wer nicht weiß, warum das Apoldaer Lichterfest eigentlich genau so heißt, für den bot die diesjährige Auflage auf dem Markt zahlreiche Programmpunkte, die auf ihre Weise zeigten, wie ein Lichterfest eine Stadt und die Menschen erleuchten kann.

Es begann traditionell mit der feierlichen Illumination des Weihnachtsbaumes am Freitag. Hier holte Apoldas Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand diesmal den kleinen Luca auf die Bühne, um per Smartphone das Signal zu senden und die Beleuchtung am rund 15 Meter hohen Nadelriesen anzuknipsen.

Viele strahlende Gesichter beim Lichterfestgewinnspiel

Strahlend waren dann die Gesichter bei der Ziehung der Gewinner beim Lichterfestgewinnspiel am Samstag. Händler und Unternehmer aus Apolda und der Region hatten Gutscheine und Präsente gestiftet – gut zwei Dutzend. Überrascht waren dabei am Ende nicht nur Rüdiger Eisenbrand und die Losfee, Apoldas Madame Gramont Manuela Schnee, denn diesmal enthielten alle Einsendungen das richtige Lösungswort – „Weihnachtsstern“.

Große Freude dann bei einem der Gewinner der beiden Hauptpreise. So durfte sich der Großbrembacher Daniel Großstück, der in Apolda arbeitet, über zwei Karten für Sarah Conner zum Apoldaer Musiksommer 2020 freuen. Er hatte zuvor noch nie etwas gewonnen, war sehr überrascht und wusste aber schon, mit wem er hingehen wird – mit seiner Freundin.

Gutherzige Löwen vom Lions-Club Apolda sammeln für soziale Zwecke

Ob der Gewinner der beiden Konzertkarten für Clueso ein Funkeln in den Augen haben wird, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Denn der Apoldaer Maximilian Grube hatte kurzfristig einen Dienst im Sophien- und Hufeland-Klinikum übernehmen müssen. Jedoch war Mutter Britta Grube zur Stelle und nahm freudestrahlend stellvertretend den Gutschein entgegen.

Manche wissen auch noch gar nicht davon, dass das Apoldaer Lichterfest sie zum Strahlen bringen wird. So war nämlich auch der Lions-Club Apolda mit seinem in diesem Jahr für mehrere Tausend Euro aus der Vereinskasse aufgemöbeltem Stand auf dem Markt vertreten und verkaufte dort wärmende, flüssige Gaumenfreuden für den guten Zweck. Der Reinerlös fließt zu 100 Prozent in soziale Projekte, die das Gremium noch bestimmen werde. 2019 ermöglichten die gutherzigen Löwen etwa Stipendien für Absolventen des Apoldaer Gymnasiums oder übernahmen die Patenschaft für eine Pfeife der Lutherkirch-Orgel.

Gestifteter Stollen der Bäckerei Beck war einfach „sehr, sehr gut“

Freudig strahlen darf hingegen schon der Apoldaer Brunnenverein. Er erhält die Erlöse des Stollenverkaufs. Dort gab es einen neuen Rekord, denn das nun zwei Meter große, gestiftete Backwerk der Bäckerei Beck spielte 157 Euro ein. Ein höchst zufriedener Reporter durfte nach einer Kostprobe übrigens ohne viele Schnörkel „sehr, sehr gut“ ins Mikrofon sagen, als Moderator Christian Ebert ihn nach dem Geschmackserlebnis befragte.

Der Stollenanschnitt erfolgte in diesem Jahr durch den Bürgermeister, durch Bäckermeisterin Sigrun Beck sowie Ulrich Neymeyr, den katholischen Bischof von Erfurt, und den Landesbischof Friedrich Kramer aus Magdeburg. Beide hatten zuvor einen ökumenischen Gottesdienst auf dem Markt abgehalten.

Himmel leuchtet zum 22. Apoldaer Lichterfest gleich mehrfach auf

Der Himmel leuchtete nach der Messe noch ein zweites Mal – da aber nicht metaphysisch –, als das Feuerwerk am Abend das Firmament über dem Schlossberg farben- und formenreich glitzern ließ. Inklusive einer stilisierten 900, aus der zuvor auf der Bühne Funken sprühten, dauerte der Lichterzauber im Jubiläumsjahr 900 Jahre urkundliche Ersterwähnung deutlich länger als sonst – nicht genau, aber relativ nah an die 900 Sekunden.

Auch der „Gramont“ von den gleichnamigen Faschingsfreunden FFG hatte sich in zivil unter die Schaulustigen gemischt. „Ich danke dem anonymen Sponsor im Namen aller Apoldaer dafür, dass er so ein starkes Feuerwerk in diesem Jahr ermöglicht hat“, gab die FFG-Symbolfigur Mario Scharf dem Reporter mit auf den Weg. Und auf genau diesem sollte es wenig später schon wieder eindrucksvoll leuchten, nämlich als die Feuer- und Fakirshow Lucius vor der Bühne für viele Ohs und Ahs sorgte.

Ja, 2019 gab es in Apolda ein Lichterfest sondersgleichen, das viele Gründe dafür lieferte, warum der Name für den (Vor-)Weihnachtsmarkt durchaus trefflich gewählt ist.

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