Auch der ThSV Eisenach beteiligt sich an der Hilfe für Brandopfer

Eisenach  Mannschaft und Fans tragen zusammen. Mittlerweile deutlich über 11.000 Euro auf dem Spendenkonto.

Einen Tunnel baute eine Fachfirma aus Ruhla auf der Querstraße kurz nach dem Feuer an der den Brandhäusern gegenüberliegenden Seite auf. Dies ist nötig, um den Durchgang überhaupt wieder öffnen zu können.

Einen Tunnel baute eine Fachfirma aus Ruhla auf der Querstraße kurz nach dem Feuer an der den Brandhäusern gegenüberliegenden Seite auf. Dies ist nötig, um den Durchgang überhaupt wieder öffnen zu können.

Foto: Peter Rossbach

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„Eisenach lässt seine Bürger in besonderer Not nicht allein, wir halten solidarisch zusammen“, findet auch Thomas Levknecht, Sprecher des ThSV Eisenach. Als ein wichtiger Teil der Stadt wolle man natürlich auch den Brandopfern aus der Quer- und der Goldschmiedenstraße helfen. „Ich brauchte nicht lange zu reden, das gesamte Drittliga-Team erklärte sich sofort bereit, einen Beitrag zu leisten“, so Levknecht. „Eine Selbstverständlichkeit für uns, die eigentlich nicht extra erwähnt werden muss“, so Marcel Schliedermann. Am Fanstand wartete beim Heimspiel zudem die Spendebox. 300 Euro kamen zusammen und werden vom Verein nun auf das Spendenkonto der Stadt überwiesen.

Das Geld kommt dann zu den mittlerweile dort befindlichen 11.285 Euro, die 107 hilfreiche Menschen bis Dienstagmittag gespendet hatten. Neben dieser dringend notwendigen Sofort-Hilfe für die betroffenen Menschen, gelte es aber auch den Blick in die Zukunft zu werfen, sagt Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke). „Wir müssen überlegen, was getan werden muss, um solche Katastrophen künftig soweit es geht zu verhindern.“ Deshalb werde sie sich mit einem Katalog an Vorschlägen und Prüfaufträgen zur künftigen Gestaltung der Sperrmüllsammlung an die Verantwortlichen in der Geschäftsführung des Abfallwirtschafts-Zweckverbandes Wartburgkreis-Stadt Eisenach (AZV) wenden.

„Der verheerende Brand in Eisenach hat uns auf schreckliche Art verdeutlicht, dass enge Innenstadtlagen in einer besonderen Gefährdungssituation sind, weil der Sperrmüll dort nur unmittelbar an den Gebäuden gelagert werden kann“, so Wolf. Dies gelte insbesondere für die Stadt Eisenach, stelle sich aber auch in Bad Salzungen oder so mancher historischen Straße etwa in Treffurt oder Ruhla ähnlich dar. Auf diese erhöhte Gefahrenlage in engen Innenstadtlagen gelte es zu reagieren. Dabei geht es vorrangig um die Sicherheit der Menschen, aber auch Belange des Umweltschutzes und der Sauberkeit in den Orten werden tangiert. Wolf: „Wenn es uns gelingt, auch nur einen möglichen Brand künftig zu verhindern, haben wir im Sinne unserer Menschen alles richtig gemacht. Ich denke meine Vorschläge und Prüfaufträge können dazu ein geeigneter und auch umsetzbarer Weg sein.“

Der Katalog von Vorschlägen und Prüfaufträgen umfasse Punkte wie verstärkte Kontrollen, wann und was für Sperrmüll bereitgestellt wird, eine schnellere Abfuhr des Sperrmülls und das Anlegen von speziellen Sammelplätzen in Innenstadt- und reinen Wohngebietslagen. Ziel sei, durch Vermeiden von Gefahrensituationen und Vorbeugen gegen Vandalismus für mehr Sicherheit zu sorgen.

Spendenkonto der Stadt: Wartburg-Sparkasse, IBAN: DE57 8405 5050 0000 0020 03 BIC: HELADEF1WAK Damit Zahlungen zugeordnet werden können, müssen die Spender unbedingt das Kennwort VW11000 „Soforthilfe“ angeben.

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