Streit zu Gedenkort in Niedergebra

Niedergebra. Zurückgewiesen hat Bürgermeisterin Burgunde Krumm (CDU) am Mittwoch den Vorwurf, nicht an das KZ-Außenlager im Dorf erinnern zu wollen. "Gegen eine Gedenkfahne auf dem Bonifatiusplatz, wo nicht bewachte Baracken für ausländische Arbeiter standen, habe ich nichts. Die Kosten von etwa

Niedergebra. Zurückgewiesen hat Bürgermeisterin Burgunde Krumm (CDU) am Mittwoch den Vorwurf, nicht an das KZ-Außenlager im Dorf erinnern zu wollen. "Gegen eine Gedenkfahne auf dem Bonifatiusplatz, wo nicht bewachte Baracken für ausländische Arbeiter standen, habe ich nichts. Die Kosten von etwa 160 Euro würden wir selbstverständlich übernehmen." Eine solche Fahne sowie einen Bodenaufkleber habe der Verein "Jugend für Dora" aber vor dem heutigen Betriebsgelände von "mtm Plastics" - damals eine Zweigstelle der Kasseler "Fieselerwerke" - installieren wollen.

"Das ist unpassend. Dorthin kommen auch viele Ausländer, sie denken wunder, was hier passiert ist", so Krumm. Es sei nicht bewiesen, dass auf dem Gelände der früheren Flugzeugfabrik Baracken für Zwangsarbeiter standen. Es bedürfe weiterer Recherchen. "Diese Zeit muss man mir lassen." Krumm erinnerte daran, dass am Denkmal aller Opfer von Krieg- und Gewaltherrschaft gedacht wird. "Unrecht ist immer etwas Schlimmes." Im Übrigen heiße sie am Samstag einen Überlebenden zu einer Betriebsbesichtigung bei "mtm Plastics" willkommen. Er hatte vor Wochen darum gebeten.

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