Bad Sulza: Verstärktes Familienzentrum hat große Pläne

Bad Sulza.  Familienzentrum Bad Sulza hat zweite Stelle genehmigt bekommen. Mobiles Angebot für vergrößerte Landgemeinde soll ausgebaut werden.

Kristin Märten (links) unterstützt nun Familienzentrum-Leiterin Romy Kleinicke. Für die Reinigung der Raumluft sorgt seit kurzem der "Aiibot" (Mitte).

Kristin Märten (links) unterstützt nun Familienzentrum-Leiterin Romy Kleinicke. Für die Reinigung der Raumluft sorgt seit kurzem der "Aiibot" (Mitte).

Foto: Martin Kappel

Im Familienzentrum „Charlotte“ in Bad Sulza herrscht Aufbruchstimmung. Einzig die Einschränkungen wegen der Pandemie bremsen die Pläne aus. Doch Rückenwind erhält Leiterin Romy Kleinicke dieser Tage gleich zweifach.

Wichtigste Stütze für die lange Zeit Einzelkämpferin gewesene Romy Kleinicke ist die neue Mitarbeiterin Kristin Märten. Im September ist die Oßmannstedterin direkt nach der Elternzeit im Familienzentrum eingestiegen und bringt Erfahrungen aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Weimar mit.

Neue Stelle im Familienzentrum geschaffen

„Das war echt grenzwertig alleine“, erinnert sich Romy Kleinicke noch an die Zeit, in der alle Aufgaben an hier hingen blieben. Gerade mit dem Aufkommen von Corona wurden die Verhältnisse nochmals erschwert. Mit dem Träger, dem Institut für angewandte Pädagogik (IFAP) wurden Lösungen gesucht.

Doch dann habe sich der Kreis entschlossen, im Landesprogramm Familie/Solidarisches Zusammenleben der Generationen (LSZ) auf eine höhere Förderstufe zu wechseln, so Romy Kleinicke. So wurde die neue 32-Stunden-Stelle geschaffen, die aus Landes-, Kreis- und kommunalen Mitteln finanziert wird. Durch die personelle Verstärkung soll auch das mobile Angebot für Familien in der vergrößerten Landgemeinde ausgeweitet werden, erklärt Kleinicke. Eine erste Zusammenarbeit mit der Kita in Eckolstädt sei geplant.

Angebote sollen 2021 ausgeweitet werden

Coronabedingt müssen in Bad Sulza beliebte Angebote wie das Familienfrühstück oder das Waffelcafé momentan ruhen. Immerhin dürfen die Eltern-Kind-Angebote stattfinden. Beruhigend auf die Eltern wirkt sich hier die Anschaffung des zweiten Helfens aus – dem „Aiibot“, einem mobiler Luftreiniger.

Für 2021 möchte das Team aber nicht nur das Angebot über das Niveau vor Corona erweitern, sondern auch das Erscheinungsbild des Familienzentrums verschönern. So ist eine Terrasse an der heutigen Eingangsfront in Überlegung sowie eine Sanierung der Fassade. Außerdem soll das Zentrum einen neuen, barrierefreien Zugang erhalten.