Faschingstrubel für einen guten Zweck

Acht Karnevalsvereine aus dem Werratal mit Benefizprogramm zugunsten des Kinderhospizes Mitteldeutschland.

Als sichtlich siegessichere Römer und Karthager überzeugten die Marksuhler Karnevalisten am Sonnabend auf der närrischen Bühne. Foto: Monika Gebhardt

Als sichtlich siegessichere Römer und Karthager überzeugten die Marksuhler Karnevalisten am Sonnabend auf der närrischen Bühne. Foto: Monika Gebhardt

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Dankmarshausen. Zur siebenten Benefizveranstaltung kamen acht Karnevalsvereine aus dem Werratal in die Narrhalla des Gasthauses "Adler" zusammen. Als gemeinnütziger Verein habe man auch eine Verpflichtung dem Gemeinwohl gegenüber, sagte der Dankmarshäuser Präsident Klaus Reinhard in seiner Begrüßung.

Die Einnahmen kommen dem Kinder- und Jugendhospiz in Tambach-Dietharz und der eigenen Gemeinde zugute. Einen symbolischen Scheck über 1700 Euro konnte das Dankmarshäuser Prinzenpaar am Schluss der über vierstündigen Veranstaltung an Detlev Creutzburg vom Hospiz überreichen.

So prall gefüllt wie der Saal war auch das Programm der Vereine aus Dankmarshausen, Berka/Werra, Fernbreitenbach, Dippach, Gerstungen, Lauchröden, Marksuhl und Gospenroda. In 24 Programmpunkten vermittelten die Akteure, vom Publikum angefeuert, Frohsinn und Lebensfreude pur.

In fantasievollen und prächtigen Kostümen ließen sie nach auserwählten Choreographien die Bühnenbretter krachen. Büttenreden, Gesang und Sketche rundeten das Programm ab, so dass die Stimmungswogen hoch schlugen.

Heiko Köppe beleuchtete als Vereinspfarrer des Lauchröder Carneval-Clubs in gewohnter Manier die Politiker und ihre Verfehlungen. Er stelle sich die Frage, ob denn jetzt jedes Jahr in der Karnevalszeit zur großen Doktorenjagd geblasen werde und künftig immer vor Rosenmontag eine von den "Berliner Flachzangen" zurücktrete.

Dass jetzt auch noch der Papst zurücktrete, erfülle ihn mit Erstaunen, und er habe sich gefragt, warum ein Mann in den besten Jahren die Chance sausen lasse, sich beruflich zu verbessern.

Dann wurde ihm klar, dass der heute unter dem Künstlernamen Benedikt Nr. 16 Papst namens Joseph Aloisius Ratzinger 1953 eine Doktorarbeit schrieb.

Und nochmal Heiko Köppe: "Ich bin froh, heute Abend hier zu sein, im Land zwischen Rhäden und Rhön, zwischen K plus S und K plus B, zwischen Monte Kali und Baggersee, hier in Dankmarshausen, dem Westthüringer Stachel im Osthessischen Kadaver."

Als wahre Augenweide entpuppten sich die tänzerischen und temperamentvollen Darbietungen aus Dankmarshausen, Fernbreitenbach, Marksuhl, Lauchröden, Gospenroda und Dippach.

Ein besonderes akrobatisches Bonbon hatten die Dippacher mit Mario Gulich und Dominik Rößler im Gepäck, die einen Breakdance gekonnt auf die Bühne legten.

Die Stimmungs-Wogen schlugen hoch bei den Bütten aus Dankmarshausen, Berka/Werra und Dippach. Der Vergnügungswert der Benefizveranstaltung war hoch und kaum zu übertreffen.

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