Büttenreden und strapazierte Lachmuskeln in Dankmarshausen

Das Prinzenpaar gibt es bei den Sitzungen des Dankmarshäuser Carnevalsvereins gleich im Doppelpack. Da sind zum einen Kathrin II. und Matthias I. - die Eheleute Moskau haben diesmal das Zepter übernommen.

Sie können ihre Beine hoch in die Luft schwingen: Sabrina Gomel, Manuela Schmidt, Kathrin Gabel und Elvira Rudloff (von links) gehören zur Garde des Dankmarshäuser Carnevalsvereins. Für ihre Tanzdarbietung erhalten sie später ein Küsschen vom Prinzen, Matthias I. Fotos: Birgit Schellbach

Sie können ihre Beine hoch in die Luft schwingen: Sabrina Gomel, Manuela Schmidt, Kathrin Gabel und Elvira Rudloff (von links) gehören zur Garde des Dankmarshäuser Carnevalsvereins. Für ihre Tanzdarbietung erhalten sie später ein Küsschen vom Prinzen, Matthias I. Fotos: Birgit Schellbach

Foto: zgt

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Dankmarshausen. Zum anderen karikieren Dominik Stark als Prinz und Leo Kunze als weibliches Pendant die närrischen Regenten. Dominik hat seine Krone von einer Fastfood-Kette und musste sich dafür durch Berge von Burgern futtern. Ins Publikum wirft er Bonbons - doch Achtung, eines davon hat er im Mund gehabt und dann wieder ins Papier eingewickelt. Dafür soll er an einen anderen Ort verbannt werden. Nach Berka - der Seitenhieb auf die Stadt in der Nähe wird mit viel Applaus bedacht.

Die Lachmuskeln werden strapaziert, wenn Florian Schäfer (10) mit Vater Raimund auf der Bühne aus dem Eheleben seiner Eltern plaudert. Die verhalten sich wie Glühwürmchen: Die Glut ist dahin, der Wurm jedoch noch drin. Ihr Fett bekommen die Männer weg, als sich Corinna Kunze und Evelyn Köllner fragen: Warum sollten Frauen überhaupt heiraten? Schließlich sorgt "das Es" mit seinen Geräuschen für schlaflose Nächte und ist gefühllos wie ein Blumentopf.

Wem übers Jahr ein Missgeschick passiert ist, der findet sich im "Tageblatt", vorgelesen von der "Kohlrübe" Petra Taubert, wieder. Da ist beispielsweise zu erfahren, dass die Dankmarshäuser sehr tierlieb sind. Das Huhn, das sich ein Bein gebrochen hat, landet nicht etwa im Kochtopf, sondern erhält eine Beinschiene. Im Kirschbaum brütet ein Adler und kein Spatz, und die herrenlose Ziege am Weinberg war nicht etwa einem der Anwohner entlaufen - dessen Frau saß noch vor dem Fernseher.

Garde und Tanzpaar wirbeln über die Bühne. Jugend- und Damenballett bieten 'was fürs Auge. Die Choreografien sind in Eigeninitiative einstudiert. Es gibt keinen Tanzlehrer.

Komplettiert wird das rund vierstündige Programm durch Gesang. "Unter den Wolken" geben die vier Männer um Vereinschef Klaus Reinhardt zum Besten, der als betrunkener Flugzeugpilot daher kommt. Während Uwe Horth als Hahn im Korb die Schar der Hühner - die singenden Frauen - im Zaum halten muss.

Mehr soll noch nicht verraten werden, denn es gibt drei weitere Veranstaltungen unter dem Motto "Der Rettungsschirm ist aufgespannt, das Land ist fest in Narrenhand" im Saal des Gasthauses "Adler". Zwei sind ausverkauft, für die am Rosenmontag sind noch Restkarten erhältlich, macht Klaus Reinhardt aufmerksam. Der närrische Nachwuchs feiert seinen eigenen Kinderkarneval am 12. und 19. Februar, jeweils 14.31 Uhr.

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