Tötung der Thüringer Wölfin wird zum Politikum

Erfurt  Nicht nur Thüringer Schäfer, auch die CDU fordert den Abschuss der Wölfin von Ohrdruf. Vor zwei Monaten ist sie erneut Mutter von Mischlingswelpen geworden.

Die Ohrdrufer Wölfin.

Die Ohrdrufer Wölfin.

Foto: Nabu Thüringen

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Nach einer mehrwöchigen Serie von Schafrissen hinter angeblich wolfssicheren Schutzzäunen fordert die CDU den Abschuss der Wölfin von Ohrdruf. Sie hat vor zwei Monaten erneut, wie erstmals 2017, mehrere Mischlingswelpen geboren.

Umweltstaatssekretär Olaf Möller (Grüne), der Jäger ist, solle seiner Verantwortung gerecht werden und die „Problemwölfin von Ohrdruf erledigen“, sagte Marcus Malsch, landwirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, gestern unserer Zeitung. Er habe das Gefühl, sagte Malsch, dass das Ministerium das Wolfsproblem nicht konsequent lösen wolle und die Sorgen der Schäfer nicht ernst genug nehme.

Grüner Staatssekretär: „Aufruf zur Straftat“

Möller wies Malschs Forderung zurück. „Allein die Idee, ein streng geschütztes Tier in Wildwest-Manier zu schießen, zeugt von wenig Sachkenntnis“, erklärte Möller gegenüber der TA. „Das ist ein Aufruf zu einer Straftat. “

Wenn die Thüringer CDU wirklich etwas für Schafhalter tun wolle, solle sie in Berlin vorsprechen. „Die jahrelange Tatenlosigkeit der Bundesregierung in Sachen Weidetierprämie hat Schäfer in eine existenzbedrohende Situation gebracht – nicht der Wolf“, sagte Möller.

Thüringer Schäfer wollen am Freitag den Antrag auf Abschuss der Wölfin stellen.

Interaktive Karte: Wolfs- und Hunderisse in 2019

Erneut drei Hybriden geboren: Ohrdrufer Wölfin soll sterben

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