Herbst

Dem Wild Ruhe gönnen: Nicht in der Dämmerung Pilze sammeln

Lieber am helllichten Tage: Wer im Wald Pilze sucht, sollte auch auf Wildtiere Rücksicht nehmen.

Lieber am helllichten Tage: Wer im Wald Pilze sucht, sollte auch auf Wildtiere Rücksicht nehmen.

Foto: Robert Günther/dpa-tmn

Berlin (dpa/tmn)  Der Regen hat an vielen Orten die Pilze sprießen lassen. Sammler sind unterwegs, um Steinpilz und Pfifferling fürs Essen mit nach Hause zu nehmen. Ein paar naturfreundliche Tipps für die Suche.

Pilze sammeln ja, aber bitte nicht in der Dämmerung oder nachts: Darauf weist der Deutsche Jagdverband hin. Denn das kann Reh und Co. stören. Pilzsammlerinnen und Pilzsammler sollten außerdem aufpassen, wie weit sie sich in Dickichte und Gebüsche schlagen, denn die seien sozusagen Wild-Wohnzimmer.

Wer einen essbaren Pilz gefunden hat, sollte ihn vorsichtig herausdrehen oder abschneiden, ihm aber keinesfalls mit der Schaufel zu Leibe rücken. Damit könnte das unterirdische Pilzgeflecht zerstört werden. Beim Herausdrehen bleibt der Stiel dran, das hilft später bei der Bestimmung des Pilzes.

Zum Transport der schon im Wald grob gereinigten Pilzernte ist ein luftiger Korb oder ein Stoffbeutel geeignet. In Plastiktüten verderben Pilze dagegen schnell. Weil die Leckerbissen unter Artenschutz stehen, ist es übrigens nur erlaubt, kleine Mengen für den Eigenbedarf zu sammeln.

© dpa-infocom, dpa:220923-99-868837/2 (dpa)