Immer noch ungeklärte Tötungsdelikte - Debatte um Soko „Altfälle“

Erfurt  Noch immer sind Dutzende Tötungsdelikte nicht aufgeklärt. Eine Soko beim Landeskriminalamt könnte sich dieser Fälle annehmen, so Innenminister Georg Maier.

Es gibt in Thüringen 40 Todesfälle, die noch nicht aufgeklärt sind. Symbolfoto: Marcel Kusch/dpa

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Die Debatte um das Fortbestehen der Soko „Altfälle“ bei der Landespolizeiinspektion Jena ist neu entbrannt. Innenminister Georg Maier (SPD) hat dem MDR gesagt, dass es mit Blick auf die Angehörigen ungeklärter Mordfälle wünschenswert sei, wenn sich bei der Polizei regelmäßig Ermittler um die Aufklärung bemühen.

Laut Ministerium gibt es in Thüringen 40 ungeklärte Todesfälle, berichtet der MDR. Maier könne sich eine Soko vorstellen, die beim Landeskriminalamt diese Aufgabe übernehmen, sagte ein Sprecher des Thüringer Innenministeriums unserer Zeitung. Sollte Maier Innenminister bleiben, werde er sich dafür einsetzen, so der Sprecher.

Die Soko „Altfälle“, die derzeit in der Polizeiinspektion Weimar ihren Ermittlungen nachgeht, war 2016 gebildet worden, als der Verdacht aufgekommen war, dass es Verbindungen zwischen der NSU-Terrorzelle und einem Kindermord von Jena geben können. Seither konnte die Soko einen Mord an der damals zehnjährigen Stephanie aus Weimar aus dem Jahr 1991 aufklären.

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