Kein Streifenmuster mehr auf der A4

Hermsdorf.  Autofahrer auf der A4 lesen zwar noch den Warnhinweis, aber die Testfelder für Straßen­markierung sind inzwischen verschwunden.

So sahen die Streifenmuster aus.

So sahen die Streifenmuster aus.

Foto: Tino Zippel

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Autofahrer auf der A4 lesen zwar noch den Warnhinweis, aber die Testfelder für Straßen­markierung sind inzwischen verschwunden. Wie das Landesamt für Bau und Verkehr mitteilt, sind die übrig gebliebenen Markierungsstreifen zwischen Stadtroda und Jena sowie zwischen Hermsdorf-Ost und Rüdersdorf entfernt worden.

In den vergangenen Monaten klebten Muster mit gelben Streifen auf der Fahrbahn und erregten so die Aufmerksamkeit der Autofahrer. Die Straßenbauverwaltungen Thüringen und Sachsen wollten ausprobieren, welche Folien sich zur Baustellenmarkierung am besten eignen. Ziel war, die theoretischen Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt „Beanspruchung und Entfernbarkeit von temporären Fahrbahnmarkierungen“ bei realer Verkehrsbelastung zu überprüfen.

Die Markierungsprodukte für Baustellen sollen zum einen lange auf der Fahrbahn haften, also viele Überfahrten verkraften. Zum anderen müssen sich die temporären Markierungen danach möglichst rückstandsfrei entfernen lassen.

Komplett verschwunden sind die Testmarkierung nicht: Auf dem Asphalt zeichnen sich in unterschiedlicher Stärke Rückstände ab. Auf der Fahrbahn verbleibende Folienreste sind genau das Problem, da sie Verkehrsteilnehmer irritieren oder das Abfräsen der Rückstände erforderlich machen können.

Gegenwärtig erfolge eine Zusammenstellung der abschnittsweise erfassten Demarkierungsergebnisse, teilt eine Sprecherin des Landesamtes mit. Das Resümee werde im nächsten Schritt dem Arbeitskreis „Anforderungen an die Entfernbarkeit von temporären Markierungen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen übersandt. Jenes Gremium werte die Ergebnisse aus und treffe die Festlegung zur einheitlichen bundesweiten Anwendung der Erkenntnisse. Wegen der Corona-Pandemie lasse sich noch nicht sagen, wann die Empfehlungen nach dem Thüringer Versuch in die Arbeit einfließen.

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