Info-Tag der Uni von Theorie bis Praxis

Susanne Seide
| Lesedauer: 2 Minuten
Besucher beim Hochschul-Informationstag der Bauhaus-Uni.

Besucher beim Hochschul-Informationstag der Bauhaus-Uni.

Foto: Susanne Seide

Weimar  Mehrere Hundert Besucher erkundigen sich über die Bedingungen für Studium. Studenten als perfekte Botschafter

Über mangelnden Zuspruch konnte der Hochschul-Informationstag (Hit) der Bauhaus-Uni Samstag nicht klagen. Auch Besucher aus Österreich und der Schweiz takteten ihn in ihren Tourenplan ein, ein junger Mann aus Italien war eigens dafür nach Weimar gekommen. Er nutzte die Chance, für sein geplantes Kunst-Studium die Bewerbungsmappe vorzulegen.

Wiederum geschätzt 500 bis 600 informierten sich bei Vorträgen, Rundgängen oder individuellen Gesprächen über die Zugangs- und Studienbedingungen in Weimar. Vielfach mit den Eltern, die sich auch nach der Chance auf eine Unterkunft erkundigten. Obwohl mit der Sanierung des Langen Jakob viele Zimmer eine Zeit lang fehlen, könnten alle Interessierten günstig in den Häusern des Studierendenwerkes unterzukommen, hieß etwa an dessen Stand. Allerdings: Anmelden müssten sie sich schnellstmöglich und nicht erst im Sommer.

Die meisten Nachfragen registrierte Studienberater Reiner Bensch bei Gestaltung und Architektur. „Da wissen die Leute, dass es schwierig ist, einen Platz zu bekommen. Hier wie bei fast allen Fächern – ausgenommen Bauingenieur-Wesen und Medieninformatik – gibt es an der Uni Zugangsbeschränkungen. Benschs Erfahrung zeigt: Wer nach dem Hit zum Schnupperstudium kommt, der bewirbt sich später auch.

Nach dem Erfolg im Vorjahr gab es in der Mensa wiederum eine Studien-Lounge, wo Studenten den Besuchern aus ganz persönlicher Sicht Rede und Antwort standen. Weniger gefragt war die Premiere der Elternberatung, räumte Bensch ein. „Aber wir experimentieren bei dem Tag immer mal.“

Dass die Studenten die besten Botschafter der Uni sind, bewies sich auch bei den Rundgängen. In der Metallwerkstatt warb Jakob Kukula (25) für sein Studium in Produktdesign, das er gerade mit dem Bachelor abgeschlossen hat. „Ich kann das jedem nur empfehlen, der kreativ sein will und auch gerne mit den Händen arbeitet“, sagte der junge Mann, der demnächst wieder nach Berlin zurück geht.