Junge Künstlerin unterstützt Kinder in Afrika

Ruhla  Maria Thiele kommt Bitte von Ruhlas Pfarrer nach und stellt in der Concordiakirche aus

Maria Thiele eröffnet ihre Ausstellung in Ruhla zur Kirchennacht am 22. Juni in der Concordiakirche.Foto: Stefanie Krauß

Maria Thiele eröffnet ihre Ausstellung in Ruhla zur Kirchennacht am 22. Juni in der Concordiakirche.Foto: Stefanie Krauß

Foto: Stefanie Krauß

Das Gesicht eines Gorillas. Es ist nicht einfach das Tierporträt, das so beeindruckt, vielmehr fühlt man sich auf geheimnisvolle Weise fixiert, meint, in den scharf geschnittenen Zügen die Seele Schwarzafrikas zu erkennen, die Weite, die Magie des großen Kontinents.

Genauso soll es sein. Jeder Besucher, der sich die am heutigen Sonnabend beginnende Ausstellung in der Ruhlaer St.-Concordia-Kirche ansieht, soll insbesondere von diesem Scherenschnittbild angezogen werden, jeder soll genau hinschauen. Eröffnet wird die Exposition kurz nach der Andacht zur Kirchennacht um 17 Uhr.

Was es damit auf sich hat? Maria Thiele, Physiotherapeutin im Hauptberuf und Künstlerin aus Leidenschaft, klärt gern auf: „Vor einiger Zeit hat mich das Schreiben eines Pfarrers aus Ruhla erreicht, der für die Aktion ‚Künstler für Kinder‘ geworben hat.“ Von der Idee, arme, notleidende Menschen zu unterstützen und speziell Kindern durch Bildungspatenschaften zu einer lebenswerten Perspektive zu verhelfen, war Maria Thiel sofort angetan. „Im schnelllebigen Alltag unserer Überflussgesellschaft vergessen wir oft, wie wertvoll ein Dach über dem Kopf ist, wie gut es ist, ohne Überlebensangst schlafen zu gehen, genug zu essen zu haben, lernen zu dürfen. Ich betrachte es als eine Art Ehre, den Kindern und Jugendlichen in Ruanda etwas von dem abzugeben, was ich hier genieße.“

Dann habe sie überlegt, wie ihr Beitrag aussehen könnte, und – was sonst? – zu Schere und Skalpell, ihren Werkzeugen, gegriffen. So entstand der Scherenschnitt von einem Tier, das in Ruanda eine große Rolle spielt: ein Berggorilla. „Hochmotiviert habe ich mich an den Gorilla gewagt und ein tolles Gesicht hinbekommen“, erzählt Maria.

Am Ende wurden einfache Baumwoll-Tragetaschen mit dem Scherenschnitt bedruckt – und so kam der Gorilla zu seiner Tasche! Diese kann man im Rahmen der Ausstellung erwerben, in die sich das eindrucksstarke Porträt in eine Reihe von vielen Tierbildnissen einfügt. Zu sehen die Exponate anlässlich der Ruhlaer Kirchennacht, die bereits zum 9. Mal stattfindet. Die Tragetasche kann aber auch danach auf der Homepage geordert werden. Der Verkaufserlös geht direkt in die Finanzierung der Bildungspatenschaften.

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