Kunstpavillon lädt zu Bauprojekt ein

Eisenach  Container dient als Werkstatt für Kinder

Bei Regen kann in dem von Schülern gestalteten Container gearbeitet werden.

Bei Regen kann in dem von Schülern gestalteten Container gearbeitet werden.

Foto: Paulina Volkenandt

Das Bauhaus wurde im April 1919 in Weimar als Kunstschule gegründet. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums veranstalten die Thüringer Jugendkunsthochschulen in diesem Jahr das mobile Kunstprojekt „Home sweet Home“. Dafür geht ein von Schülern gestalteter Überseecontainer von April bis Oktober in Thüringen auf die Reise, um Kindern und Jugendlichen an ungewöhnlichen Orten und Plätzen als Forschungsraum und Werkstatt zur Verfügung zu stehen. Ziel des Projektes ist es, dass Teilnehmer ihre Vorstellungen von Leben und Wohnen kreativ erforschen und Räume gestalten können. Dabei sollen sie sich auch aktiv am Prozess des Bauens beteiligen.

Vom 13. bis 23. August steht der Container vor dem Kunstpavillon Eisenach täglich zwischen 11 und 17 Uhr oder nach Absprache für Interessierte bereit. Peter Schäfer begleitet das Projekt und weist daraufhin, dass nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern Personen jedes Alters herzlich dazu eingeladen sind, sich kreativ auszutoben. Geplant sei der Aufbau der Materialien auf dem Platz vor dem Kunstpavillon. Sollte es aber regnen, ist es möglich, die Arbeiten in den Container zu verlegen. Dieser enthält ein breites Angebot an Baumaterialien und geeigneten Werkzeugen, um eine Vielzahl von Ergebnissen zu ermöglichen. Auch Arbeiten von vorangegangenen Projektgruppen sind an einem Infostand zu finden, um sich von deren Ideen und Ergebnissen inspirieren zu lassen.

Jedes Einzelprojekt wird von einer Reportergruppe begleitet, die Interviews führt, Fotos oder Filme macht und diese in sozialen Netzwerken veröffentlicht. Außerdem wird der Projektverlauf dokumentiert und in einer „Zeitkapsel“ archiviert.

Skizzen landen in einer Zeitkapsel

Dabei entscheiden die Teilnehmenden selbst über deren Inhalt. Dies können Skizzen, Fotos, Materialproben, Fundstücke oder Texte sein. Die Einzelprojekte enden jeweils mit dem Abbau der entstandenen Gemeinschaftsarbeit als Haus oder Wohnobjekt und dem Einräumen aller Materialien und Werkzeuge in den Container.

Wer nicht selbst arbeiten möchte, kann sich in der zugehörigen Ausstellung verschiedene Bauhaus-Objekte anschauen.

Das Projekt wird von den Fonds Soziokultur und der Sparkassen Kulturstiftung Hessen/Thüringen gefördert und ist daher für alle Teilnehmenden kostenlos. Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung, besonders von größeren Gruppen, bei Peter Schäfer erwünscht, telefonisch mobil unter: (01 73) 4 20 79 08.

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