Institut soll in Weimar Corona-Frühwarnsystem entwickeln

Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (Mitte) übergibt Förderbescheid für Laborgeräte an Silvio Beier, Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme an der Bauhaus-Universität Weimar, und Uni-Präsident Winfried Speitkamp (rechts).

Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (Mitte) übergibt Förderbescheid für Laborgeräte an Silvio Beier, Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme an der Bauhaus-Universität Weimar, und Uni-Präsident Winfried Speitkamp (rechts).

Foto: Michael Baar

Weimar.  Wissenschaftsminister übergibt dafür ersten Förderbescheid an der Bauhaus-Universität

Mit zunächst 61.000 Euro unterstützt der Freistaat das Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme an der Bauhaus-Universität Weimar beim Aufbau eines flächendeckenden Abwassermonitorings. Vom Labor- zum Industriemaßstab soll dabei ein Frühwarnsystem gegen Corona-Ausbrüche aufgebaut werden.

Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) übergab am Dienstag in Weimar den symbolischen Fördermittelbescheid zur Anschaffung von Laborgeräten an Institutsleiter Prof. Dr. Silvio Beier. „Ich appelliere an eine zügige Umsetzung“, so der Minister. Denn der Labormaßstab ist nur der erste Schritt.

Mit den Fördermitteln wird die Bauhaus-Universität Laborgeräte für Wasser- und Abwasseranalysen anschaffen, etwa einen vollautomatischen Extraktionsautomaten für DNA / RNA aus unterschiedlichen Proben. Die Geräte dienen der Untersuchung mikrobiologischer Verunreinigungen durch Bakterien, Viren und sonstige Stoffe sowie der Antibiotikaresistenz.

Im nächsten Schritt wollen die Uni und die Analytik Jena GmbH in einem Pilotforschungsprojekt regelmäßige Abwasseruntersuchungen als Frühwarnsystem gegen Epidemien entwickeln. Dafür stellt das Land weitere 370.000 Euro in Aussicht. Langfristig soll so ein flächendeckendes Abwassermonitoring in Thüringen entstehen.