Neue Studie zeigt: Warp-Antrieb ist möglich

Alabama  Aus wissenschaftlicher Sicht ist es mittlerweile denkbar, mithilfe des Warp-Antriebs schneller als das Licht durch den Weltraum zu reisen.

Patrick Stewart spielt im Film „Startrek“ die Rolle des Captain Picard. Mit seiner Mannschaft ist er in den unendlichen Weiten des Weltalls mit dem Raumschiff Enterprise unterwegs, welches unter anderem mit Warp-Antrieb reisen kann.

Patrick Stewart spielt im Film „Startrek“ die Rolle des Captain Picard. Mit seiner Mannschaft ist er in den unendlichen Weiten des Weltalls mit dem Raumschiff Enterprise unterwegs, welches unter anderem mit Warp-Antrieb reisen kann.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

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Um die Tiefen des Weltalls zu erforschen und die Grenzen des Sonnensystems innerhalb einer Zeitspanne zu verlassen, die nicht den Großteil eines Menschenlebens ausmacht, bedarf es neuer Antriebsformen für Raumschiffe.

Mit dem aktuellen Entwicklungsstand kommt man aber nicht weit, weshalb es in der Science-Fiction-Szene eine Alternative gibt, nämlich den Warp-Antrieb aus dem Enterprise-/Star-Trek-Universum. Joseph Agnew, ein Forscher am Propulsion Research Center der Universität von Alabama hat nun in einer Forschungsarbeit gezeigt, dass solch ein Warp-Antrieb Realität werden könnte, berichtet das Online-Portal Futurezone.at.

Risse im Universum vermeiden

Demnach Bauen die Thesen von Joseph Agnew stark auf den Arbeiten des Physikers Miguel Alcubierre auf. Der Mexikaner hat mit seinem „Alcubierre Drive“ bereits ein Konzept für einen Warp-Antrieb vorgelegt. Agnew hat nun untersucht, welche mathematischen und physikalischen Bedingungen für einen solchen Antrieb erfüllt werden müssen. Im Prinzip stellt es sich der Forscher folgendermaßen vor: Ein Raumschiff mit Warp-Antrieb müsste auf einer Welle reiten, welche die Raumzeit krümmt.

Agnews Meinung nach sind die wichtigsten Fragen, etwa wie man eine solche Welle erzeugt, kontrolliert und sicherstellt, ohne das unerwünschte Nebeneffekte entstehen, wie etwa Risse im Universum.Bevor man die dafür benötigte gigantische Energiemenge tatsächlich nutzen kann, müssen aber noch all die unbekannten Faktoren im Universum besser verstanden werden. Dazu gehören die Dunkle Materie sowie die Dunkle Energie, aber auch die Auswirkungen von Gravitationswellen. Auch die Kontrolle einer solchen Welle aus dem Inneren eines Raumschiffs heraus ist nach Agnews Meinung eine echte Herausforderung, welche aber – zumindest theoretisch – machbar sein sollte.

Die Arbeit von Joseph Agnews könnte jedenfalls die Grundlage für die weitere Erforschung von Warp-Antrieben sein. Die teilweise signifikanten wissenschaftlichen Durchbrüche in den vergangenen Jahrzehnten auf dem Gebiet, lassen die Möglichkeit aus heutiger Sicht nicht mehr völlig abwegig erscheinen.

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