Tag der offenen Tür in Heiligenstadt: Hineinschnuppern in die Lebenswissenschaften

Heiligenstadt  Der Tag der offenen Tür beim Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (Iba) in Heiligenstadt war erfolgreich.

Beim Tag der offenen Tür beim Iba in Heiligenstadt zeigt Stefan Wiedemeier (links) den Einsatz von Mikrofluidik in der Krebsforschung. Andernorts konnten gerade kleine Gäste Versuche im neuen Labor durchführen und zum Beispiel aus Silber Gold machen.

Beim Tag der offenen Tür beim Iba in Heiligenstadt zeigt Stefan Wiedemeier (links) den Einsatz von Mikrofluidik in der Krebsforschung. Andernorts konnten gerade kleine Gäste Versuche im neuen Labor durchführen und zum Beispiel aus Silber Gold machen.

Foto: Dieter Frense, Iba Heiligenstadt

Wissenschaft für jedermann verständlich zu präsentieren – das war das anspruchsvolle Ziel beim Tag der offenen Tür beim Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik (Iba) in Heiligenstadt.

Nachdem die neuen Laborräume des vom Freistaat Thüringen geförderten Forschungs­instituts in Anwesenheit von Staatssekretär Markus Hoppe eröffnet wurden und die offiziellen Gäste alles erkunden konnten, war der Nachmittag der Bevölkerung vorbehalten. „Der Spagat zwischen dem hohen Anspruch an die Wissenschaft auf dem Gebiet der Lebenswissenschaften und einer verständlichen Darstellung für interessierte Laien ist perfekt gelungen“, blickt Ronald Schade zurück.

In Anlehnung an den erfolgreichen Göttinger Stadt-Slogan habe das Institut ganz bewusst seinen Tag der offenen Tür als den „Tag, der Wissen schafft“ bezeichnet. „Und die Resonanz der Gäste war außergewöhnlich gut. Noch nie waren so viele Gäste aus der Region an der Arbeit des Instituts interessiert.“

Schon der Parkplatz platzte aus allen Nähten. Und was an diesem Tag zu sehen und zu erfahren war, ließ kaum Erwartungen offen. Allgemeinverständ­liche Kurzpräsentationen und kurzweilige Stationen im gesamten Labor boten Wissenswertes zur aktuellen Krebsforschung, zu Biofilmen und Implantaten, zu Verfahren der Infektions­bekämpfung und Nachbildung von Krankheiten im Labor bis zu neuen Messverfahren mit elektrischen Wellen und Licht. Alles rund um das Thema Natur-Mensch-Technik war dabei.

Unterschiedliche Kleinversuche im Labor

Besonders die jungen Gäste waren von den verschiedenen Kleinversuchen im Labor begeistert. Spannend für sie war zum Beispiel, den Effekt von Reinigungsmitteln auf die Sauberkeit der Hände zu erleben oder aus Silber Gold werden zu lassen. Dabei wurden natürlich keine Wunder vollbracht, sondern Prozesse aus der Biologie, Chemie und Physik gezeigt. Diese geschickt miteinander zum Wohl des Menschen zu verbinden, sei das Ziel der Arbeit der Wissenschaftler im Iba, so Ronald Schade.

Und das konnten alle Gäste auf kurzweilige Art und Weise erfahren. Darüber hinaus wurden am Tag zuvor bei einer Veranstaltung extra für Gymnasialklassen der Region wichtige Kontakte für die Eröffnung eines neuen Schülerforschungszentrums in Thüringen geknüpft. Zu Beginn des kommenden Schuljahres sollen die Weichen dafür gestellt sein. Im Eichsfeld werde dann ein Zen­trum für die Mint-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) entstehen, das in der Region neue Möglichkeiten der Berufsorientierung für junge Menschen biete. Und schon jetzt sei man in Heiligenstadt eifrig dabei, das Erfolgsmodell der publikumswirksamen Präsentation von Wissenschaft fortzuführen.

„Spätestens im Oktober dieses Jahres ist dafür die nächste Gelegenheit, wenn in der Göttinger Innenstadt Forschergruppen aus der Region ihre Arbeit im Rahmen einer Initiative von ProCity und der Universität Göttingen präsentieren werden“, sagt Ronald Schade und verspricht: „Das Iba aus Heiligenstadt ist auf alle Fälle dabei.“

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