Bad Langensalza: Neue Wasserpreise ab 2020

Bad Langensalza  Verbandswasserwerk Bad Langensalza: Versammlung beschließt moderate Erhöhung und will mehr Gerechtigkeit

Das Wasserwerk Bad Langensalza versorgt rund 40 Orte in der Region.

Das Wasserwerk Bad Langensalza versorgt rund 40 Orte in der Region.

Foto: Klaus Wuggazer

Veränderte Preise gelten ab 1. Januar für die Kunden des Verbandswasserwerks Bad Langensalza. Die Verbandsversammlung beschloss sie einstimmig. Sie gelten bis 2023 und steigen „moderat“, hieß es in der Sitzung.

Gleich bleibt die Jahresgebühr für Wasserzähler von 36 Euro. Erstmals wird ab nächstem Jahr ein Basispreis erhoben: Er ist mit 3,21 Euro pro Monat für alle Abnehmer gleich. Er soll die Kosten decken, die technisch nicht direkt mit der Wasserversorgung zu tun haben. Dazu zählen, Abrechnung, Datenverarbeitung und anteilig Personal.

Differenzierter wird es beim Bereitstellungspreis (bisher Grundpreis), der sich zum einen wie bisher nach der Größe des Zählers richtet, zum anderen aber künftig nach der verbrauchten Jahresmenge differenziert wird. Er kann von 10,38 Euro bis zu 166,06 Euro pro Monat beim größten Zähler betragen.

Mit der Differenzierung soll mehr Gerechtigkeit geschaffen werden, hieß es in der Sitzung. Denn am kleinstmöglichen Zähler, der bisher einen Einheitspreis hatte, kann nur ein Haushalt hängen, aber auch bis zu 30. Damit waren größere Wohneinheiten bevorzugt, weil sie die gleichen Kosten auf mehr Schultern verteilen konnten.

Bei diesen Kleinzählern bewegt sich der Monats-Preis künftig zwischen 10,38 und 68,93 Euro, je nach Verbrauch. 90 Prozent der Kunden würden jedoch maximal 12,14 Euro zahlen, hieß es. Angehoben wird der Leistungspreis; Für den Kubikmeter Wasser (1000 Liter) sind ab Januar 1,65 Euro fällig – bisher sind es 1,50 Euro.

Der Wasserverband muss regelmäßig seine Preise neu kalkulieren. Dabei muss er all seine Kosten laut Gesetz decken, darf aber auch keine Gewinne erwirtschaften. Die detaillierte Kalkulation dazu wurde in der Sitzung vorgestellt.

Dass die Erhöhung moderat ausfalle, sei auch möglich, weil das Wasserwerk aufgrund steigenden Verbrauchs in den letzten Jahren – unter anderem durch den Beitritt Dachwigs und den heißen Sommer 2018 – mehr einnahm als geplant.

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