Feriencamp Mirow freut sich über Förderpreis

Landkreis  Albrecht-Kiesow-Stiftung unterstützt Vereine und Einrichtungen im Unstrut-Hainich-Kreis mit 10 000 Euro.

Vor der Mohren-Apotheke in Bad Langensalza haben Judith Unfug-Leinhos (links) und Jacqueline Gast von der Kiesow-Stiftung einen symbolischen Scheck an Jürgen Tappert vom Kulturverein Stadtmauerturm übergeben.

Vor der Mohren-Apotheke in Bad Langensalza haben Judith Unfug-Leinhos (links) und Jacqueline Gast von der Kiesow-Stiftung einen symbolischen Scheck an Jürgen Tappert vom Kulturverein Stadtmauerturm übergeben.

Foto: Jane Sichting

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„Jedes Kind, dem es gut geht, macht uns glücklich,“ sagt Jacqueline Gast. Sie ist Mitglied des Kuratoriums der Albrecht-Kiesow-Stiftung. Zum zweiten Mal hat diese einen Stiftungspreis in Höhe von 10 000 Euro vergeben, um damit Projekte für Kinder und Jugendliche im Unstrut-Hainich-Kreis zu fördern.

Bereits 2016 gab es einen Wettbewerb, bei dem ein Projekt aus Weberstedt zur Revitalisierung des Schlossparks im Hainich-Dorf gewonnen hatte. In diesem Jahr wurde die Summe viergeteilt. „Wir wollten mehr Vereine erreichen und haben geprüft, wo die meisten etwas davon haben. Uns geht es bei der Förderung um die Nachhaltigkeit der Projekte“, erzählt Jacqueline Gast. Alle sechs zur Entscheidung vorliegenden Anträge seien „schöne Aktionen“ gewesen. Nachdem jeder einzelne von ihnen bearbeitet wurde, standen die Gewinner fest.

Den Stiftungspreis in Höhe von 5 000 Euro hat der Kulturverein Stadtmauerturm Bad Langensalza gewonnen. Ausschlaggebend für die Vergabe sei vor allem das Projekt Mirow gewesen, begründet Judith Unfug-Leinhos, Vorsitzende des Kuratoriums, die Wahl. „Das Feriencamp in Mecklenburg-Vorpommern hat in Bad Langensalza eine lange Tradition und ist ein Projekt, das über Generationen reicht“, erklärt sie. Auch ihre Kinder seien schon mit in Mirow gewesen und haben von den Paddeltouren, Ausflügen und Freizeitspielen geschwärmt.

Möglich ist das Projekt nur aufgrund des Engagements der Mitglieder und Freunde des Vereins. Und mit Hilfe von finanzieller Unterstützung. „Unser Verein läuft zu 100 Prozent ehrenamtlich, wir bekommen keine Bezüge“, berichtet Jürgen Tappert. Der Vereinsvorsitzende hatte in unserer Zeitung von dem Wettbewerb gelesen. „Dass wir die Stiftung mit unserer Arbeit überzeugen konnten, ist ein großes Glück für uns. Das Geld wird gerade dringend benötigt. Erst während des letzten Feriencamps sind unser Auto und unser Bootsanhänger kaputt gegangen. Ein Teil des Preisgeldes können wir nun in die Reparatur investieren“, so Jürgen Tappert. Zudem sollen unter anderem neue Sportgeräte angeschafft werden.

Der zweite Preis von 3000 Euro ging an den Rehasportverein mit seinem Projekt „Ich lebe ohne Hindernisse“ (ILOH). Je 1000 Euro gab es für die Kita Sandhäschen in Görmar sowie den Kindergarten Bienenkörbchen in Mühlhausen als dritte Preisträger. Bei allen vier geförderten Projekten sei es der Stiftung wichtig, dass Kinder und Jugendliche in die Gesellschaft integriert werden – unabhängig davon, woher sie kommen.Das Geld der Stiftung kommt aus dem Erlös des Hotels an der Stadtmauer in Mühlhausen, das Albrecht Kiesow 2013 als Anfangsvermögen eingebracht hat, sowie aus Spenden.

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