Gemeinschaftsprojekt in Hüpstedt für eine schnelle Erste Hilfe

Hüpstedt  Die Feuerwehr Hüpstedt hat einen automatisierten elektrischen Defibrillator und wird zukünftig parallel mit dem Rettungsdienst alarmiert.

Die Feuerwehrkameraden Winfried Wedekind, Johannes Kaufmann und Christian Gurske (von links) bei der Arbeit mit einem automatisierten elektrischen Defibrillator.

Die Feuerwehrkameraden Winfried Wedekind, Johannes Kaufmann und Christian Gurske (von links) bei der Arbeit mit einem automatisierten elektrischen Defibrillator.

Foto: Johanna Braun

Lange haben sie darauf hingearbeitet, jetzt ist er endlich da: Die Feuerwehr Hüpstedt verfügt nun über einen automatisierten elektrischen Defibrillator (AED), der im Feuerwehrgerätehaus untergebracht ist, um im Notfall für die Kameraden verfügbar zu sein.

Denn mit so einem Gerät in der Ausrüstung werden sie nun im entsprechenden Fall parallel mit dem Rettungsdienst alarmiert und somit zu „First Respondern“ (zu deutsch: Helfern vor Ort). Und wie wichtig es sein kann, im Falle eines Kammerflimmerns schnell beim Patienten zu sein, zeigen Studiendaten. Sie sagen, dass „bei Patienten, die innerhalb einer Klinik Kammerflimmern entwickelten, die Überlebensrate 24 Stunden nach dem Ereignis 55 Prozent betrug, wenn der Schock maximal zwei Minuten nach dem Erkennen der Situation abgegeben wurde. Vergingen mehr als zwei Minuten, waren die Chancen signifikant schlechter“, heißt es von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie.

Wie man mit so einem AED umgeht, zeigten Stefan Köhler und Florian Blacha vom DRK Kreisverband Eichsfeld den Hüpstedter und Beberstedter Kameraden in einer Schulung. Hier wurden auch noch einmal zum Beispiel die stabile Seitenlage und die Beatmung beziehungsweise Herzdruckmassage geübt. Nach langer Zeit wieder angestoßen, hatte die Anschaffung des AED Feuerwehrmann Marko Hinske. Er erzählte seinem Kameraden Winfried Wedekind davon, der auch Mitglied im Kultur- und Förderverein des Ortes ist. Er mobilisierte seinen Vorstand und gemeinsam veranstaltete man einen kostenlosen Kurs für die Erste Hilfe am Kind im Feuerwehrgerätehaus und bat dort um Spenden für den Defibrillator.

Gleichzeitig richtete Bürgermeister Frank Meyer (CDU) ein Spendenkonto bei der Gemeinde ein. Auch Pfarrer Günter Christoph Haase war mit im Boot und bat in einer Kollekte um Unterstützung. Ein Projekt also, bei dem die ganze Gemeinde mithalf und hoffentlich auch davon profitieren wird.

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